Kippenpest an Inselstränden Tagesthema

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Viele Menschen rauchen gerne am Strand – leider ohne ihre Kippen zu entsorgen. (Foto: ek/Archiv) Viele Menschen rauchen gerne am Strand – leider ohne ihre Kippen zu entsorgen. (Foto: ek/Archiv)

Zigarettenkippen machen die anteilig größte Menge des Mülls an den Stränden der Kykladeninseln aus. Zu diesem Ergebnis kam eine Sammelaktion der Laskarides-Stiftung im Rahmen des Programms „Sea Change Greek Islands 2018“ auf zehn Kleininseln von Mai bis Oktober.

Demnach waren 37,9 % des eingesammelten Mülls Zigarettenkippen, 15,9 % Kunststoffstückchen, 9 % Seile und Schnüre, 5,3 % Flaschenverschlüsse, 3,7 % Trinkhalme, 3,6 % Styroporteile, 2,4 % Papierschnipsel und 2 % Plastiktüten. Die Sammelaktion hatte im Mai auf der Insel Sikinos begonnen, wo die Stiftung auch eine Kampagne zum Ersatz der Plastiktrinkhalme durch biologisch abbaubare Halme gestartet hatte (die GZ berichtete). Bis Oktober wurde das Programm auf die Inseln Serifos, Kimolos, Anafi, Amorgos, Folegandros, Iraklia, Donoussa, Schinoussa und Koufonissia ausgeweitet. Insgesamt wurde an 44 Stränden Müll eingesammelt, und es kam zu vier Unterwasserreinigungen des Meeresgrundes. Außerdem konnte die Stiftung zusammen mit einer Umweltorganisation aus Naxos 44.000 biologisch abbaubare Trinkhalme, 6.000 biologisch abbaubare Beutel für den Einsatz in der Fischerei, 3.000 wiederverwendbare Becher und 500 Stoffbeutel verteilen. (GZak)

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