Weihnachtsbasare in Athen und Thessaloniki: Dank der vielen Helfer ein voller Erfolg!

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Feierlich eröffnet wurde der Basar vom deutschen Botschafter Dr. Ernst Reichel (3. v. r.). Links von ihm sein Schweizer Kollege Olaf Kjelsen. Foto (© GZ / jh) Feierlich eröffnet wurde der Basar vom deutschen Botschafter Dr. Ernst Reichel (3. v. r.). Links von ihm sein Schweizer Kollege Olaf Kjelsen. Foto (© GZ / jh)

Sowohl in Athen als auch in Thessaloniki veranstaltete die ortsansässige Deutsche Schule am ersten Adventswochenende einen Weihnachtsbasar. Die Veranstaltung hat in beiden Städten lange Tradition und bringt Angehörige der deutschsprachigen Gemeinden und alteingesessene Griechen näher zusammen.

Auf dem Hof der Deutschen Schule Athen herrscht buntes Treiben. Menschen stehen beim Glühwein zusammen, und die Sprachen, mit denen man kommuniziert, wechseln fließend zwischen Deutsch und Griechisch. Dazwischen spielende Kinder, die fast alle zweisprachig aufwachsen. An einem Stand ist die Warteschlange besonders lang, sie zieht sich in einem L fast bis zum Hauptgebäude: Hier gibt es nicht nur Bratwurst und Kartoffelsalat, sondern auch Sauerkraut, das – angemacht in einer großen Pfanne mit Speck und Wacholderbeeren – die weite Entfernung nach Deutschland oder Österreich oder in die Schweiz... vergessen lässt. Ein Blick ins Schulgebäude verstärkt das weihnachtliche Gefühl: Gleich am Eingang singt eine kleine Gruppe deutschsprachige Weihnachtslieder. Dahinter der Stand mit liebevoll dekorierten Adventskränzen – und je tiefer man ins Innere hinein kommt: Überall warten festliche Überraschungen. In der Grundschule gibt es für die jüngsten Gäste sogar ein Kasperletheater, das auch vom Weihnachtsmann besucht wird.

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Beim Binden der zahllosen Adventskränze waren einige fleißige Hände am Werk. Ein Highlight des Basars, denn in Griechenland gehören diese Kränze nicht zur Weihnachtstradition.

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Heiß begehrt: die frisch gebackenen und dampfenden Waffeln.

Ein Traditionsbasar in der 88. Ausgabe

Die Vorsitzende des Basar-Komitees Ute Dürrbaum erklärte gegenüber der Griechenland Zeitung, dass der diesjährige Ökumenische Weihnachtsbasar, der heuer bereits zum 88. Mal in Athen stattfand, wieder ein großer Erfolg war. Geschuldet sei dies einerseits der guten Organisation, der ganzjährigen Vorbereitung und vor allem auch den rund 300 Mitarbeitern, die von Freitag bis Sonntag fleißig mitgeholfen haben. Wie immer waren auch Helfer aus Österreich und der Schweiz mit ihren Ständen vertreten und boten Produkte aus ihrer Heimat an, was zur besonderen Note dieses Basars beiträgt.
Die Besucher waren nicht nur aus ganz Athen und Attika gekommen, sondern selbst aus Loutraki war wieder eine Gruppe angereist, um vorweihnachtliche Stimmung zu tanken. Wahl-Griechen aus dem deutschsprachigen Raum und Alteingesessene fanden zusammen und erfreuten sich gleichermaßen an dem vielfältigen kulturellen und kulinarischen Angebot. Im Mittelpunkt stand dabei die weihnachtliche Botschaft der Barmherzigkeit: Alle Erlöse des Basars kommen wohltätigen Zwecken zugute.
Zurücklehnen kann man sich auch nach der erfolgreichen Veranstaltung an der Deutschen Schule Athen nicht, denn „vor dem Basar ist nach dem Basar“, darin ist sich das Organisationskomitee einig.

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“Nach dem Basar ist vor dem Basar“, sagt Ute Dürrbaum (l.), Leiterin des Basarkomitees.

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Auch die GZ war mit einem Stand vertreten und stieß wie immer auf reges Interesse. Wir schätzen den Basar vor allem auch als Ort des Austausches mit unseren Lesern.

Auftakt in den Advent auch in Thessaloniki

„Eine Brise vorweihnachtlicher Stimmung“, so Alexander Viering, Stellvertretender Schulleiter der Deutschen Schule Thessaloniki (DST), verbreitete sich am Sonntag, dem 1. Advent auch in der nordgriechischen Metropole. Schon zum 43. Mal öffnete die DST ihre Pforten für den traditionellen Weihnachtsbasar der Evangelischen Kirche deutscher Sprache für Nord und Mittelgriechenland in Thessaloniki.
Kreatives Kunsthandwerk, allerlei ausgefallene Weihnachts-Deko, Kunstkalender von DST-Schülern, handgemachte Adventskränze, ein bunter Kinderflohmarkt, eine genreübergreifende Auswahl gebrauchter griechischer und deutscher Bücher – den zahlreichen Besuchern in Thermi fehlte es wohl kaum an etwas. Bei Kaffee und Kuchen konnten sie die musikalische Unterhaltung aus jazzigen Christmas-Standards und griechischem Bouzouki genießen und auf einen Gewinn (u. a. Bücher aus dem Verlag der Griechenland Zeitung) bei der Tombola hoffen. Als Vorbote streifte ein Weihnachtsmann gemütlich durch die Gänge, gelegentlich mit läutender Glocke. Noch vor seinem Kommen trällerten die Mitglieder des Grundschulchores, die als kleine Weihnachtsmänner verkleidet waren, „Stern über Betlehem“.

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Die Vorstellung des verkleideten Grundschulchors der DST war gut besucht. Foto: (© GZ / Elisabeth Heinze)

Draußen an frischer Luft, auf dem sonnenüberstrahlten Schulhof, ging es bei Glühwein und Leberkäse oder auch Waffeln nicht weniger rege und weihnachtlich zu. Man tat sich gegenseitig etwas Gutes: Denn der überwiegende Teil der Einnahmen aus dem Basar fließt in die soziale Arbeit der Gemeinde. Viele fleißige Hände jeden Alters helfen jedes Jahr dabei. Insofern bewahrheitete sich die Losung des Schulleiters Viering, dass diese Schule ein Ort der Begegnung sei. Auch die deutsche Generalkonsulin Sibylla Bendig lobte in ihrem Grußwort diese besondere Atmosphäre. Pfarrerin Brigitte Bittermann wies auf die besondere Bedeutung des Lichtes in der Adventszeit beispielsweise in Form von Lichterketten hin: „Ich wünsche Ihnen allen in dieser besonderer Zeit, dass dieses Licht nicht nur außen leuchtet, sondern Sie auch von innen erfüllt.“

Text: Jan Hübel, Elisabeth Heinze, Jonas Rogge
Fotos: Jan Hübel (wo nicht anders angegeben)

 

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