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Zwei griechische Staatsbürger werden mit Straftaten in Deutschland in Verbindung gebracht

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Archivfoto (© Canva) Archivfoto (© Canva)

Es ist ganz sicher die Ausnahme: Gleich zwei griechische Staatsbürger wurden in dieser Woche – unabhängig voneinander – mit kriminellen Taten in Deutschland in Verbindung gebracht.

In diesem Zusammenhang verhaftete die Griechische Polizei einen 54-Jährigen Mann in Koptero bei Komotini. Bereits im Oktober letzten Jahres war gegen den Mann ein Haftbefehl erlassen worden. Er wird verdächtigt, sich an der Sabotage eines deutschen Marineschiffs im Hamburger Hafen beteiligt zu haben, wo er gelegentlich gearbeitet habe. Bei der von Eurojust koordinierten Operation wurde nach Angaben der Behörde auch ein 37-jähriger rumänischer Staatsbürger in Deutschland verhaftet, und man habe Beweismittel in allen drei beteiligten Ländern sichergestellt. Laut der griechischen Nachrichtenplattform in.gr sollen auf dem Schiff u. a. technische Geräte und Datenträger in Mitleidenschaft gezogen worden sein, nicht zuletzt hätten die Täter versucht, durch Einfüllen von sogenanntem Strahlkies den Motorblock zu zerstören. Auch seien Wasserleitungen attackiert und Sicherheitssysteme außer Kraft gesetzt worden. Außerdem habe man offensichtlich auch kleine Geldbeträge entwendet. Der staatliche Sender ERT erklärt unter Berufung auf Quellen des griechischen Nachrichtendienstes EYP, dass der verdächtige Grieche vorher nicht straffällig geworden sei. Der Zeitung „Proto Thema“ zufolge hätte die betroffene Korvette „Emden“ im Januar auslaufen bzw. eine Mission übernehmen sollen.
Ebenfalls für negative Schlagzeilen in der Bundesrepublik Deutschland sorgte ein griechischer Staatsbürger, der in Homburg einen Fahrkartenkontrolleur tätlich angriff und dabei tödlich verletzte. Der 26-jährige wurde in Untersuchungshaft genommen. Der Kontrolleur hatte in einem Regionalexpress den mutmaßlichen Täter dazu aufgefordert, den Zug zu verlassen, da dieser kein gültiges Ticket besessen habe, wie mehrere Medien berichten. Daraufhin soll der Mann den 36-jährigen Kontrolleur angegriffen und mehrfach auf den Kopf geschlagen haben. Der Bahnangestellte brach zusammen, verlor das Bewusstsein und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Laut der Süddeutschen Zeitung habe der Täter keinen festen Wohnsitz in Deutschland, nach eigener Angabe sei er aber in Luxemburg gemeldet. Zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen habe er sich bisher nicht geäußert.

(Griechenland Zeitung / gc)

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