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Giftköder bedrohen Wildtiere: Mönchsgeier und ein Wolf vergiftet

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Mönchsgeier im nordgriechischen Nationalpark Dadia-Lefkimmi-Soufli. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Mönchsgeier im nordgriechischen Nationalpark Dadia-Lefkimmi-Soufli.

Der illegale Einsatz vergifteter Köder stellt weiterhin eine der größten Bedrohungen für die Wildfauna in der griechischen Landschaft dar. Das geht aus einer Pressemitteilung der Organisation für natürliche Umwelt und Klimawandel (OFYPEKA) hervor.

Anlass ist der dringende Verdacht auf Vergiftung von zwei Mönchsgeiern und einem Wolf im Nationalpark Dadia-Lefkimmi-Soufli in Nordgriechenland. Einer der Mönchsgeier wurde in besorgniserregendem Zustand aufgefunden, während der zweite – ebenso wie ein Wolf – tot geborgen wurde.
Der Vorfall ereignete sich mitten in der Brutzeit der Mönchsgeier und nur wenige Tage nach dem erfolgreichen Nisten mehrerer Paare in künstlichen Nestern, die von OFYPEKA im Nationalpark eingerichtet worden waren. Diese Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Population dieser Vogelart nach dem großen Waldbrand von 2023 zu erhalten.
Der lebend aufgefundene Mönchsgeier wurde umgehend in die nächstgelegene Tierklinik gebracht, wo er die notwendige veterinärmedizinische Versorgung erhielt. Sollte es sein Zustand zulassen, wird er so bald wie möglich wieder in sein natürliches Lebensumfeld ausgewildert.
OFYPEKA wies darauf hin, dass es sich bei beiden Mönchsgeiern um ausgewachsene Tiere gehandelt habe. Das bedeute, dass sie sich in der Brutzeit befanden und wahrscheinlich Nester mit Eiern zurückließen. Zur Klärung der konkreten Umstände des Vorfalls wurde ein Vorermittlungsverfahren zur Identifizierung der Verantwortlichen eingeleitet.
Mönchsgeier gehören zu den größten Greifvögeln Europas. Sie sind streng geschützt. Dank intensiver Schutzmaßnahmen steigen ihre Bestände, doch sie sind durch Verlust ihres Lebensraumes und durch Giftköder bedroht. (Griechenland Zeitung / eh)

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