Ein neues Schutzprojekt für Pottwale geht in die Zielgerade: Der Grüne Fonds des griechischen Umweltministeriums beteiligt sich offiziell an der Initiative SAvE Whales (System for the Avoidance of ship-strikes with Endangered Whales) und stärkt damit den Schutz der bedrohten Meeressäuger in griechischen Gewässern.
Mit der Unterzeichnung eines Anhangs zum bestehenden Kooperationsabkommen tritt der Fonds dem Partnernetzwerk bei und sichert damit sowohl fachliche Unterstützung als auch eine Kofinanzierung. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Systems, das Schiffe frühzeitig vor der Anwesenheit von Walen in den betreffenden Gewässern warnt, um gefährliche Kollisionen zu verhindern.
Eingesetzt werden soll die Technologie bis 2028 im Seegebiet südlich der Peloponnes: zwischen Kythira, Kap Tainaron und Kap Malea. Es handelt sich um eine Region, in der alternative Maßnahmen wie Routenänderungen nur schwer umsetzbar sind. Das Projekt ist Teil der internationalen Verpflichtungen Griechenlands, die 2024 auf der Our Ocean Conference vorgestellt wurden.
Insgesamt stehen 2,38 Millionen Euro aus nationalen Mitteln dafür bereit, ergänzt von 700.000 Euro der Organisation OceanCare. Nach vorbereitenden Maßnahmen beginnt nun die nächste Phase: Eine internationale Ausschreibung soll kurzfristig den Auftragnehmer für Entwicklung und Testbetrieb des Systems bestimmen. Mit dem Schritt zur vollständigen Umsetzung rückt ein innovativer Ansatz zum Schutz der Pottwale in greifbare Nähe.
Das Projekt SAvE Whales ist eine der 21 Verpflichtungen Griechenlands, die bei der 9. Our Ocean Conference im April 2024 angekündigt wurden.
(Griechenland Zeitung / eh)