Bei einer groß angelegten Polizeioperation auf Kreta sind am Montag (18.5.) mehrere Personen wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung festgenommen worden.
Die Ermittlungen konzentrieren sich momentan auf die Orte Vorizia und Amari. Nach Angaben der Behörden sollen dort Landwirte über Jahre hinweg durch Drohungen und Gewaltanwendung dazu gezwungen worden sein, ihre Grundstücke an andere Personen zu übertragen. Anschließend sollen für diese Flächen unrechtmäßig Agrarsubventionen der griechischen Behörde OPEKEPE beantragt worden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden drei mutmaßliche Hauptverdächtige festgenommen. Drei weitere Personen wurden im Zusammenhang mit Viehdiebstählen verhaftet. Die Behörden werfen der Gruppe unter anderem Erpressung, Brandstiftung, Sachbeschädigung und Betrug vor. Den Ermittlern zufolge soll die Organisation zwischen 2021 und 2025 mindestens 40 Opfer erpresst haben. Die unrechtmäßig erhaltenen Subventionen sollen sich auf rund 580.000 Euro belaufen. Zudem entstanden laut ersten Schätzungen Schäden an landwirtschaftlichen Flächen von mehr als 200.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, die Ermittlungen auf ganz Kreta auszuweiten, um mögliche weitere Beteiligte zu identifizieren. (Griechenland Zeitung / eh)