In mehreren Regionen Attikas ist es zu einer starken Geruchsbelästigung gekommen. Die Behörden gehen nach bisherigen Erkenntnissen nicht von einem Gasleck aus, sondern prüfen andere mögliche Ursachen, während Einsatzkräfte und Messstationen die Lage überwachen.
In mehreren Regionen Attikas, vor allem im Süden, ist es am Dienstag (19.5.) zu einer intensiven Geruchsbelästigung gekommen. Nach Angaben des Ministeriums für Klimakrise und Zivilschutz gingen ab 11.40 Uhr zahlreiche Notrufe über einen intensiven Geruch von Flüssiggas ein. Das Nationale Koordinationszentrum für Notfallhilfe (ESKEDIK) alarmierte daraufhin die Feuerwehr, die umgehend Einsatzfahrzeuge zur Überprüfung möglicher Austrittsstellen entsandte. Nach Angaben des Gasnetzbetreibers DESFA sowie des Verteilnetzbetreibers Enaon EDA wurden bislang weder an der Anlage in Revythousa noch im übrigen Gasnetz Leckagen oder Störungen festgestellt. Auch die Küstenwache meldete nach Überprüfungen von Schiffen mit Flüssiggasladung keine Auffälligkeiten. Parallel wurden die zuständigen Umweltbehörden sowie die Umweltinspektion des Ministeriums für Umwelt und Energie informiert. Messstationen zeigten nach bisherigen Angaben keine erhöhten Schadstoffwerte, abgesehen von der wahrgenommenen Geruchsbelästigung.
Betroffen waren unter anderem südliche Vororte Athens, darunter Nea Smyrni, Paläo Faliro, Agios Dimitrios, Kallithea, Glyfada und Alimos. Mehrere Kommunen bestätigten die Geruchsbelästigung, wiesen jedoch ebenfalls darauf hin, dass nach aktuellen Informationen kein Austritt von Erdgas vorliege.
Die Stadtverwaltung Nea Smyrni informierte die zuständigen staatlichen Stellen und berief sich auf Umweltbehörden, die eine gefährliche Verschmutzung bislang ausschließen. Die Bevölkerung wurde vorsorglich dazu aufgefordert, Fenster geschlossen zu halten. Mehrere Behörden, Unternehmen und Schulen wurden vorsichtshalber evakuiert. (Griechenland Zeitung / eh)