Mehrere Gastronomiebetriebe in der griechischen Stadt Lamia sind offenbar mit Hühnerfleisch beliefert worden, das mit Salmonellen kontaminiert war. Mindestens 30 Menschen mussten ins Krankenhaus. Die Behörden haben den mutmaßlichen Lieferanten identifiziert und hoffen, das Problem nun eindämmen zu können.
In der mittelgriechischen Stadt Lamia beschäftigt derzeit ein Salmonellen-Ausbruch die griechischen Gesundheitsbehörden. Samstagabend (11.7.) suchten etwa 30 Menschen mit Symptomen einer Magen-Darm-Infektion das Krankenhaus der Stadt auf. 15 von ihnen mussten stationär aufgenommen werden.
Fest steht, dass die Betroffenen nicht alle im selben Restaurant gegessen hatten. Deshalb konzentrierten sich die Ermittlungen auf die Zulieferung des mit Salmonellen kontaminierten Lebensmittels, das offenbar an verschiedene Gastronomiebetriebe verteilt worden war.
Keine weitere Verbreitung
Nach Angaben des stellvertretenden Regionalgouverneurs für Gesundheit in Mittelgriechenland, Andreas Toulias, wurden die Salmonellenfälle inzwischen vom Allgemeinen Krankenhaus Lamia labortechnisch bestätigt. „Wir haben den Lieferanten identifiziert und Proben von rohem Hühnerfleisch entnommen“, erklärte Toulias gegenüber dem Fernsehsender STAR. Er zeigte sich zuversichtlich, dass keine weiteren Erkrankungen auftreten werden. „Wir gehen davon aus, die Quelle des Ausbruchs gefunden zu haben. Nun arbeiten wir daran, eine weitere Verbreitung zu verhindern. Alle Gastronomiebetriebe, die von diesem Lieferanten beliefert wurden, sind bereits informiert worden“, sagte der stellvertretende Regionalgouverneur.
Der Präsident der griechischen Gesundheitsbehörde EODY, Theodoros Vasilakopoulos, rechnet hingegen mit weiteren Salmonellenfällen. Gegenüber ERTnews erklärte er, dies sei aufgrund der Inkubationszeit des Bakteriums zu erwarten. Die Symptome können demnach erst drei bis vier Tage nach dem Verzehr eines kontaminierten Lebensmittels auftreten. Auf die Frage, ob bereits Erkrankungen außerhalb von Lamia registriert wurden, erklärte Vasilakopoulos, dass es dafür bislang keine Hinweise oder entsprechenden Meldungen gebe. (Griechenland Zeitung / Elisa Hübel)