Innerhalb Europas steht Griechenland hinsichtlich der
Ertrinkungstode an zweiter Stelle. Am vergangenen Wochenende
bestätigten sich diese trockenen Statistiken auf tragische Weise
erneut. Vom Freitag bis Sonntag abend fanden insgesamt 19 Menschen
in griechischen Gewässern den Tod – eine bisher noch nie dagewesene
Anzahl. Die Vorfälle ereigneten sich u. a.
in Attika, nahe Korinth,
auf der Halkidikí und nahe den Städten Alexandroúpoli und Préveza.
Zuletzt war am verlängerten Pfingstwochenende im Juni mit 7 Toten
eine ähnlich hohe Opferzahl erreicht worden. Viele Schwimmer
dürften sich nicht an die Warnungen des
Handelsschifffahrtsministeriums gehalten haben. Man hatte dazu
geraten, sich nicht weit hinauszuwagen, das Baden an unbekannten
Orten zu vermeiden und nach einem Mahl drei Stunden zu warten, ehe
man den Sprung ins Nass vollführt. Die meisten der Opfer vom
vergangenen Wochenende sind über 60 Jahre; zwei der Toten waren 30
bzw. 40 Jahre. Das tragischste Unglück ereignete sich nahe Pátras,
wo ein 19jähriger beim Versuch sein Handy zu erwischen, zwischen
Felsen stecken blieb und ertrank.