Donnerstag, 29. April 2010 17:34

Gewerkschaften drängen auf Tarifabschluss P

Griechenlands größter Gewerkschaftsbund im Privatsektor, GSEE, forderte in einem Brief vom gestrigen Mittwoch die Arbeitgeberverbände auf, die Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag fortzusetzen. Durch die Aktivierung des EU-IWF-Rettungsmechanismus habe sich das Klima für die Verhandlungen radikal verändert, so GSEE. Der Gewerkschaftsbund fürchtet, dass die griechische Regierung zusammen mit der EU und dem IWF „schmerzhafte Entscheidungen“ treffen werde, die unter anderem die Tarifverträge und das 13. und 14. Monatsgehalt betreffen könnten.
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Griechenland / Athen. An alle politischen Kräfte des Landes, an Gewerkschaften und an den Handel appellierte Premier Kostas Karamanlis heute Mittag, damit die Auswirkungen der international zu verzeichnenden Krise keine weitere Teuerung nach sich zieht. Anlass für diese Feststellung war ein Besuch bei der Generalversammlung des Unternehmerverbandes SEV. Karamanlis stellte fest, dass er kein Verhalten akzeptieren werde, das den Interessen der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit schaden könnte.
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Der Rat für Reformen der griechischen Regierung debattiert heute erneut über die Maßnahme der „Arbeitsreserve“. Bis September sollen 12.500 Staatsdiener davon betroffen sein. Bis Ende des Jahres sollen noch weitere 12.500 in die Arbeitsreserve geschickt werden.
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Die laufenden Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Partnern sorgen für Unmut bei Gewerkschaften und linken Parteien. Als Zeichen ihres Protestes führt die kommunistische Partei KKE heute Abend um 18.00 Uhr am Omonia-Platz in Athen eine Kundgebung durch. In der gleichen Zeit wollen die Kommunisten in Thessaloniki, vor der Venizelos-Statue protestieren. Zu einer weiteren Kundgebung ruft heute die Linksallianz SYRIZA vor den Propyläen an der Athener Panepistimiou-Straße auf.
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Griechenland / Athen. Mehrere Streiks werden in dieser Woche Teile des öffentlichen Lebens in Griechenland beeinträchtigen. Am Dienstag und Mittwoch treten die Arbeitnehmer des Stromerzeugers DEI in einen 48-stündigen Streik. Betroffen sind die Niederlassungen der DEI in Athen sowie Kraftwerke in Megalopolis und in Ptolemaida. Zu Stromabschaltungen soll es vorerst allerdings noch nicht kommen; die Gewerkschafter verstehen den Streik als eine Warnung an die Regierung, die bekannt gegebenen Sparmaßnahmen zurückzunehmen.
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