Login RSS

„Lebendige Erinnerung“ – Ausstellung über den Holocaust an der Deutschen Schule Athen

  • geschrieben von 
Unser Foto (© Eurokinissi) entstand bei einer Gedenkveranstaltung in der Stadt Thessaloniki im Jahr 2024 Unser Foto (© Eurokinissi) entstand bei einer Gedenkveranstaltung in der Stadt Thessaloniki im Jahr 2024

Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945, erinnert die Deutsche Schule Athen (DSA) auch in diesem Jahr an die durch Nazi-Deutschland ermordeten Jüdinnen und Juden Griechenlands. Unter dem Motto „Lebendige Erinnerung“ werden am 26. Januar zwei Wanderausstellungen im Foyer der DSA eröffnet.

Konkret handelt es sich dabei um die Ausstellungen „Die Deportation der Juden und Jüdinnen aus Ioannina“ der Humboldt-Universität zu Berlin und „Biografien der Besatzung“ der Universität Patras.
Seitens der Humboldt-Universität wurde dafür eine Serie von 19 Fotografien aus dem deutschen Bundesarchiv zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um Aufnahmen einer Propagandakompanie der Wehrmacht, die Jüdinnen und Juden auf dem örtlichen Sammelplatz der nordwestgriechischen Stadt Ioannina zeigt. In Griechenland werden diese Dokumente zum ersten Mal zu sehen sein.
Die zweite Ausstellung unter dem Titel „Biografien der Besatzung“, welche durch Studenten der Universität Patras in Kooperation mit der Universität Hamburg erarbeitet wurde, zielt darauf ab, die Erinnerung an die griechisch-jüdischen Gemeinden in Griechenland zu fördern und auf die Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges aufmerksam zu machen. Vor diesem Hintergrund ist es das erklärte Ziel, Brücken zwischen Generationen zu bauen.
Dazu liefern Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs der DSA eine Reihe von Beiträgen auf Grundlage biografischer Zeugnisse und Zeitzeugeninterviews.
Finanziert wurden die Ausstellungen unter anderem durch das EU-Programm CERV im Rahmen des Projektes REM HERITAGE-Holocaust Education: Remembrance through Intergenerantional Exchange, an welchem die DSA seit April 2025 teilnimmt.
Ziel ist es, mit einem Beitrag zur deutsch-griechischen Erinnerungskultur Schülerinnen und Schüler zu Themen wie Antisemitismus, Diskriminierung und Ausgrenzung zu sensibilisieren und ihr Demokratiebewusstsein zu stärken. Die Ausstellungseröffnung erfolgt am 26. Januar um 18 Uhr im Foyer der DSA in der Dimokritou 6 in Maroussi.
(Griechenland Zeitung / gc)

Nach oben

 Warenkorb