Am Mittwoch dieser Woche wurde in ganz Griechenland der Nationalfeiertag begangen. Aus diesem Anlass fanden Schüler und Militärparaden nicht nur in den großen Städten, sondern etwa auch auf entlegenen Inseln statt – wo es oft nur wenige Schüler gibt.
Dieser Festtag markiert den Beginn des Befreiungskrieges gegen die Fremdherrschaft der Osmanen am 25. März 1821. In Athen nahm die politische Führung des Landes die traditionelle Militärparade ab: Dabei wurden auch zahlreiche neue Verteidigungssysteme präsentiert, die erst in letzter Zeit angeschafft worden sind. Zu ihnen gehören etwa Drohnen aus griechischer Produktion und ein System zur Abwehr von Drohnen unter dem Namen „Kentavros“ (Kentaur). In der Luft waren Kampfflugzeuge und Hubschrauber des Militärs präsent.
Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis wies darauf hin, dass Investitionen in die Verteidigungskraft des Landes „kein Luxus“ seien. Vielmehr sei dies eine notwendige Voraussetzung für Sicherheit und Stabilität des Landes. Staatspräsident Kostas Tasoulas forderte in seiner Ansprache „Einheit und Verantwortung“ … „in einer vielfach erschütterten und unsicheren Welt“.
Seitens der größten Oppositionspartei PASOK meldete sich der Vorsitzende Nikos Androulakis zu Wort. Er stellte fest, dass der „25. März die Seele des Griechentums“ sei. Der Vorsitzende des Linksbündnisses SYRIZA, Sokratis Famellos, setzte sich ein für „einen Kampf für ein gerechtes und starkes Griechenland“, das ein „Vorkämpfer für eine friedliebende Politik“ sein müsse.
(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)