Griechenland erzielte neulich einen weiteren Eintrag ins Guinness-Buch der Weltrekorde: Mit 832 Teilnehmenden wurde der größte Zeibekiko-Tanz aller Zeiten offiziell registriert. Ort der Veranstaltung war der Aristotelous-Platz der nordgriechischen Metropole Thessaloniki.
Teilgenommen an diesem traditionellen Volkstanz hatten nicht nur Griechen, sondern auch viele Gäste aus dem Ausland, etwa aus Ländern wie Rumänien, Bulgarien oder der Türkei.
Hinter dem Event steckt mehr als nur ein Eintrag ins Guinness-Rekordbuch. Die Initiative hatte auch einen sozialen Charakter. Erklärtes Ziel war es, das Bewusstsein für die Alzheimer-Krankheit zu schärfen und die Arbeit der Organisation Alzheimer Hellas zu unterstützen. Die Aktion verband somit griechisches Kulturerbe mit einer Botschaft der Hoffnung, Erinnerung und Solidarität für Betroffene und deren Familien.
Der Zeibekiko ist ein ursprünglich kriegerischer griechischer Tanz, der aus Kleinasien stammt. Es sind keine konkreten Schrittfolgen festgelegt, wodurch er dem Individualismus des Tänzers großen Spielraum gibt. Traditionell werden damit Empfindungen wie Sehnsucht, Trauer, Schmerz, aber auch Stolz symbolisiert. Durch die Vertreibung der Griechen aus Kleinasien im Jahre 1922 („Kleinasiatische Katastrophe“) kam dieser Tanz schließlich nach Griechenland, wo er schnell ins kulturelle Repertoire des Landes integriert wurde. Abgeleitet ist der Begriff Zeibekiko vom türkischen Wort Zeybek, nach dem auch ein gleichnamiger türkischer Volkstanz benannt ist.
(Griechenland Zeitung / vf)