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Kulturolympiade unter Freunden: 43. Olymp Festival

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Kulturolympiade unter Freunden: 43. Olymp Festival
Alljährlich findet von Juli bis August das Olymp Festival in der Gegend von Pieria am Fuße des Götterberges statt. Traditionsreiche Schauplätze wie das antike Theater von Dion, die Zitadelle Livithra oder die Burg Platamonas laden dort zum „freundschaftlichen Wettbewerb" unter Kulturschaffenden ein. In diesem Jahr sind erstmalig Deutschland, Österreich und Schweiz als Ehrenländer zu Gast. Sie haben gemeinsam mit den griechischen Veranstaltern ein facettenreiches Rahmenprogramm ausgearbeitet – aus genreübergreifenden Konzerten, Dokumentarfilmen, klassischen und modernen Theatervorstellungen sowie reizvollen Kunst- und Fotografieausstellungen. Von dem traditionsreichen Festival versprechen sich die Initiatoren neben einem interkulturellen Austausch einen in Zukunft florierenden Kulturtourismus.
us.

Es ist das erste Mal, dass Botschafter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anlässlich einer kulturellen Veranstaltung in Griechenland gleichzeitig zusammentreffen. Wurde im letzten Jahr mit dem Gastland Norwegen die verwandte Sagen- und Mythologienwelt in Verbindung mit Griechenland betont, hebt der deutsche Botschafter Dr. Peter Schoff anlässlich einer Presse-Konferenz die gemeinsame deutsche Sprache der Gastländer und deren Verbindungen über die Musik und die darstellenden Künste hervor. „Es ist eine große Ehre für uns, eingeladen zu sein, Kultur an diesen antiken und mythologischen Spielstätten vorzuführen. Denn wie wir alle wissen, entspringt das westlich geprägte Theater dem antiken Griechenland", so Schoff.

Österreichs Botschafterin Melitta Schubert verweist in ihrem Grußwort auf die Liebe zum Urlaubsland Griechenland, welches unter den Österreichern seit Jahren den ersten Platz belegt. „Nun möchten wir unseren Teil dazu beitragen, die tiefe Verbundenheit mit Griechenland anhand eines kulturellen Austausches zu demonstrieren." So steht u. a. eine Ausstellung über das Leben und Werk des österreichischen Malers und Pioniers der Moderne Gustav Klimt im Vordergrund.

Das Programm für die Schweiz erläuterte Botschafter Lorenzo Amberg. Die Eidgenossenschaft  präsentiert anlässlich der 2013 gefeierten 100 Jahre seit der Erstbesteigung des Olymps durch zwei Schweizer bisher unveröffentlichte Fotos von Fred Boissonas (1858-1946), dessen Dauerausstellung sich im Fotografiemuseum von Thessaloniki befindet. Auch der viel beachtete Dokumentarfilm „More Than Honey" des Schweizer Regisseurs Markus Imhof über das weltweite Bienensterben wird an mehreren Schauplätzen gezeigt.

Deutschland zeigt sich progressiv und schickt mit Moop Mama eine Urban-Brass- und Hip-Hop-Gruppe aus München nach Katerini – eine Verbindung von Tradition und Moderne. Aber auch auf klassische Konzerte und Interpretationen von Werken Mozarts, Beethovens oder Schuberts muss nicht verzichtet werden.
Insgesamt präsentiert das Festival über 60 kontrastreiche Veranstaltungen – vom klassischen griechischen Staatstheater bis hin zu deutsch-griechischen Lesungen, Symposien oder musikalischen Collagen.


Das erstmals 1972 realisierte Olymp Festival ist heute international als renommiertes Kultur-Event anerkannt und wurde bereits im März bei der Tourismus-Börse Berlin gebührend vorgestellt. Hervorgehoben werden muss die Tatsache, dass das Komitee des Olymp Festival  als non-profit-Verein tätig ist und sich seit Jahren ohne größere ökonomische Fördermittel trägt. Die Griechenland Zeitung beteiligt sich als Mediensponsor. Für die Zusammenarbeit in der Zukunft zeigt sich Grigoris Papachristos, Präsident des Olymp Festivals, optimistisch: „Ich bin sicher, dass diese Kooperation sehr erfolgreich verläuft und unsere Länder über das Festival hinaus langfristig verbinden wird."

(Griechenland Zeitung / dch,  Foto: dch)

43. Olympus Festival, 6. Juli bis 30. August, Präfektur von Pieria, über 10 Spielstätten und Veranstaltungshäuser, weitere Infos und Termine: www.festivalolympou.gr

Diese Aufnahme entstand während der Pressekonferenz der Botschafter bzw. Botschafterinnen der drei deutschsprachigen Länder in Athen: Dr. Peter Schoof (m.), Österreichs (Melitta Schubert, 2.v.r.) und der Schweiz (Lorenzo Amberg, r.).

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