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Ein griechischer Geschmack: der immergrüne Strauch des Rosmarin

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Allein der aus den lateinischen Wörtern ros und marinus abgeleitete Name „Meertau“ weist auf seinen Standort hin. Er wächst an den Küsten, nächtens sammelt sich der Tau in seinen Blüten. Obwohl Rosmarin in ganz Europa wild wächst, gedeiht die Pflanze besonders häufig an den Küsten des Mittelmeers, von Portugal bis zum Ionischen und Ägäischen Meer. Auf der Insel Santorin gehört Rosmarin zum festen Bestand der Flora, ebenso auf Kreta sowie im Gebiet rund um den Olymp.

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Rotes Gold aus dem Norden

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Neulich in einem Athener Gewürzladen in der Evripidou: Der Kunde vor mir erkundigt sich beim Händler über den Preis von Ginseng. Als er diesen erfährt, erwidert er ironisch: „Etwas Teureres führen sie nicht?“ „Doch!“, lautet prompt die Antwort, „der Krokus von Kozani, der kommt auf 3000 bis 4000 Euro das Kilo. Ein Gramm kostet bei uns 3,50 Euro.“ Da staunt der Kunde und ruft dann begeistert: „Ich werde Krokusbauer!“ – „Halt, halt, so einfach ist das Ganze nicht“, erwidert daraufhin der Verkäufer.

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Knoblauch – der König der Gewürze

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Arkadien, die urige Hochebene im Zentrum der Peloponnes, ist das Hauptanbaugebiet für den griechischen Knoblauch. Die Pflanze wurde vor zirka 5.000 Jahren über Ӓgypten nach Griechenland importiert und von Pythagoras, dem griechischen Philosophen, als „König der Gewürze“ bezeichnet.

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Mutmacher mit Sommerduft: Der Thymian

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Sommer in Griechenland ist, wenn die Zikaden zirpen und die Luft nach Thymian riecht, wenn die Nächte kurz sind, sternenklar und trocken, und wenn der warme Wind selbst noch am Abend den Duft der größten „Mutmachpflanze“ von den Bergen herabweht. Nicht umsonst hieß im Altgriechischen das Wort θυμός (thymós) soviel wie Rauch, aber auch Geist und Mut.

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