Ein Sozialpaket in Höhe von 2,3 Milliarden Euro kündigte die
sozialistische Regierung in Athen an. Den Löwenanteil von 865 Mio.
Euro erhalten die Angestellten im öffentlichen Sektor. Ausgegeben
wird dieses Geld für Gehaltserhöhungen (685 Mio.) und für die
Erhöhung der Pensionen (180 Mio.
). In den Genuss des Euro-Segens
sollen auch die Bauern des Landes kommen; sie erhalten rund 420 Mio
Euro. Ein größerer Teil davon ist für eine Rentenerhöhung
vorgesehen (350 Mio.). Eine finanzielle Unterstützung sollen aber
auch jene Bauern erhalten, die Grundstücke in Gebirgslagen oder
anderen „benachteiligten Gebieten“ bearbeiten. Der zweitgrößte Teil
des Sozialpaketes ist für einkommensschwache Schichten, Arbeitslose
und Behinderte vorgesehen (340 Mio Euro). Mit weiteren 370 Mio.
Euro soll den defizitären Krankenkassen unter die Arme gegriffen
werden. Weitere 300 Mio. Euro sind für verschiedene Steuersenkungen
veranschlagt: Die Bauern und Unternehmen zahlen ab Herbst weniger
Steuern für Dieseltreibstoff (90 Mio. Euro bzw. 70 Mio. Euro);
gesenkt werden die Steuern für Autos und Motorräder (90 Mio. Euro).
Außerdem stunden die Finanzämter rund 50 Mio. Euro Bußgelder. In
den Genuss der Finanzspritze der Regierung Simitis kommen aber auch
die Studenten. Wer außerhalb seiner Heimatstadt studiert, soll pro
Jahr 1.000 Euro erhalten.