Ein pakistanischer Menschenhändler, der vor wenigen Tagen von der
Polizei in Athen festgenommen worden war, steht unter dem Verdacht,
aktives Mitglied des Terrornetzwerkes der Al Kaida zu sein.
Presseberichten zufolge wird dem mutmaßlichen Taliban-Kämpfer
vorgeworfen, mindestens 19 Menschen ermordet zu haben. Für die
Festnahme des Pakistanis hatte Premier Kostas Simitis nach einer
Beratung mit dem Minister für Öffentliche Ordnung, Jorgos Floridis,
Grünes Licht gegeben. Im Monat September wurden in Griechenland
über 30 Araber festgenommen, die zum großen Teil illegal ins Land
eingewandert sind. Allein die pakistanische Gemeinde in
Griechenland wird auf etwa 30.
000 Mitglieder geschätzt. Um die
Sicherheit während der Olympiade 2004 zu garantieren, konzentrieren
sich die Nachforschungen von Polizei und Geheimdiensten auch auf
diese Bevölkerungsgruppe. Letzten Journalistenquellen zufolge soll
Athen auf den verhafteten Pakistani über Zeitungsmeldungen in
dessen Heimatland aufmerksam geworden sein. Möglicherweise handele
es sich nur um Namensähnlichkeit mit einem gesuchten Terroristen.