Einen Bericht des "Spiegel" über angebliche Pläne für eine
bewaffnete Rebellion von albanischen Extremisten auf griechischem
Territorium wies Athen kategorisch zurück. Aus Kreisen des
Außenministeriums hieß es, dass der Bericht "provokant" sei und
sich auf "nicht existente" Daten stütze. Der Artikel im "Spiegel"
unter dem Titel "Aufstand der Skipetaren" beruft sich auf die
Aussagen eines 27jährigen albanischen Studenten in Thessaloniki,
der behauptet, dass paramilitärische Gruppen an der
griechisch-albanischen Grenze noch vor den Olympischen Spielen im
August 2004 eine Erhebung planten, um damit ein "Großalbanien" zu
schaffen. Jeder Kämpfer, der sich am Aufstand für ein halbes Jahr
beteiligt, soll von einer nicht genannten albanischen Partei 15.000
Euro erhalten.
In einem Kommentar der auflagenstärksten
Tageszeitung "Ta Néa" heißt es u. a., dass die Verfasserin des
Berichtes "vorsichtiger vorgegangen sein müsste" und "dem Ruf des
´Spiegel´ schade". Als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnete
die Athener Presse auch die Behauptung, dass in Griechenland nahe
der albanischen Grenze 500.000 Albaner lebten.