An die 7.000 Polizisten werden aufgeboten, damit die
Veranstaltungen zum 17. November am kommenden Montag ohne
Ausschreitungen über die Bühne gehen. An diesem Tag gedenkt man in
Griechenland des Studentenaufstandes in der Technischen Hochschule
(Polytechnío) gegen die Militärjunta im Jahre 1973. Diese
Widerstandsaktion gilt als Anfang vom Ende der Obristendiktatur.
In
den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Straßenschlachten von
Polizisten mit Autonomen und Personen, die der Anarchistenszene
zugerechnet werden. In diesem Jahr nennen die Sicherheitskräfte
mehrere Gründe, die für Konfliktstoff sorgen: Der Prozess gegen die
mutmaßlichen Terroristen der Organisation "17. November" geht in
die Zielgerade. Proteste werden aber gegen die anhaltende
Inhaftierung von sieben Personen erwartet, die im Juni am Rande des
EU-Gipfels in Thessaloniki festgenommen worden sind. Nicht zuletzt
gilt der Polizistenaufmarsch auch quasi als "test event" für die
Bereitschaft Sicherheitskräfte im Hinblick auf die Olympischen
Spiele 2004 in Athen.