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Parlamentswahlen am 7. März - Papandreou soll Simitis ablösen

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Parlamentswahlen kündigte Premier Kostas Simitis gestern für den 7. März an. Gleichzeitig gab er bekannt, dass er vom Amt des PASOK-Chefs zurücktritt. Wahrscheinlicher Nachfolger ist Außenminister Georgios Papandreou, der auch als Spitzenkandidat in den Wahlkampf gehen soll. Simitis ist mit fast achtjähriger Amtszeit der Premier mit der längsten durchgängigen Amtszeit in der griechischen Geschichte.
Er hat bisher keine Wahl verloren und war auch als PASOK-Präsident weitgehend unangefochten. Ziel seiner bisherigen Politik, so stellte er am Mittwoch fest, sei eine Modernisierung des Landes und der griechischen Gesellschaft gewesen. Gearbeitet habe er außerdem für eine stabile Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit, für die permanente Aufwertung des Landes in der EU und auf der internationalen Bühne. Als Höhepunkte seiner Amtszeit nannte Simitis den Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion, den erfolgreiche Kampf gegen den Terrorismus, eine für das Land günstige Regelung für die Vermögensabfindung von Ex-König Konstantin, die Austragung der Olympischen Spiele in Athen, Steigerung der Realeinkommen, diplomatische Dominanz in Südosteuropa, EU-Beitritt Zyperns und die Schaffung von Grundlagen für eine politische Lösung in der Frage des Festlandsockels mit der Türkei. Trotz dieser Erfolge lag die PASOK Meinungsumfragen zufolge in den letzten Wochen mit bis zu 9 % hinter der großen Opposition Nea Dimokratia (ND). Simitis zog daraus offenbar die Konsequenz. Sein Außenminister Jorgos (Koseform für Georgios) Papandreou ist Spross einer großen Politiker-Dynastie. Der gleichnamige Großvater fungierte bereits in den 60er Jahren mit der Zentrumsunion als Premier. Vater Andreas gründete 1974 die PASOK, gewann 1981 die Wahlen und reagierte das Land zunächst bis 1989, anschließend noch einmal von 1993 bis 1996. Jorgos, der nun in den Fußstapfen seiner Vorfahren treten möchte, kündigte eine Politik des breiten Konsenses an. Gleichzeitig versprach er "neue Wege" und "tiefgreifende Veränderungen". Umfragen zufolge ist Papandreou mit etwa 72 % beim Wähler durchaus beliebt (ND-Präsident Kostas Karamanlis: 54,3 %; Simitis 51,4 %). Dass die beiden Spitzenkandidaten im Wahlkampf die Namen Papandreou und Karamanlis tragen, hat es in der Geschichte schon einmal gegeben. Im November 1963 konnte sich Georgios Papandreou (42,04 %) gegen Konstantinos Karamanlis (39,37 %) - Onkel des heutigen ND-Präsidenten Kostas (Koseform für Konstantinos) Karamanlis - den Auftrag zur Regierungsbildung sichern.
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