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Griechen wählen am Sonntag neues Parlament

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Derby oder nicht? Am Sonntag kurz vor Mitternacht wird man es endgültig wissen. Am 7. März sind mehr als neun Millionen Griechen dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Zwar treten insgesamt 20 Formationen an, nur zwei Parteien aber werden sich um die Macht streiten.
Die seit 1996 regierende Panhellenische Sozialistische Bewegung (PASOK) und die konservative Nea Demokratia (ND). Beide Spitzenkandidaten haben klingende Namen und gehören politischen Dynastien an. Für die PASOK geht Georgios Papandreou (geb. 1952) ins Rennen. Sein gleichnamiger Großvater war in den 60 Jahren Ministerpräsident des Landes, sein Vater Andreas Papandreou von 1981 bis 1989 und von 1993 bis 1996. An der ND-Spitze steht Kostas bzw. Konstantinos Karamanlis (geb. 1956). Sein gleichnamiger Onkel war Regierungschef in den 50er und 60er Jahren, von 1974 bis 1980 und danach Staatspräsident. Konstantinos Karamanlis der Ältere ist auch der Gründer der ND. Bei den letzten Parlamentswahlen vom 10. April 2000 hatte die PASOK mit etwa einem Prozentpunkt die Nase vorn; aufgrund des geltenden Wahlrechtes, das die stimmenstärkste Partei bevorzugt, verschaffte ihr dieses Ergebnis eine bequeme Mehrheit. Die politische Auseinandersetzung hat sich in dieser Woche deutlich verschärft. Bei den letzten Umfragen hatte die ND etwa 3 Prozent Vorsprung. Georgios Papandreou erzeugte jedoch eine gewisse Dynamik unter Parteianhängern und -freunden. Er wurde am 8. Februar nach dem Rücktritt des noch amtierenden Premiers Kostas Simitis von einer Million Bürger zum neuen PASOK-Chef gewählt. Ob diese Dynamik ausreicht, vor den Konservativen die Ziellinie zu überschreiten, wird erst das Endergebnis zeigen.
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