Griechenland / Athen. Seinen Besuch im Nachbarland Albanien
brach Staatspräsident Karolos Papoulias am Dienstag unmittelbar vor
dem geplanten Treffen mit seinem Amtskollegen Alfred Moisiu ab.
Ursprünglich wollte sich Papoulias in der südalbanischen Stadt
Saranda mit Moisiu treffen. Vor dem Tagungshotel protestierte
jedoch eine Gruppe von etwa 200 Albanern, die auf Transparenten
gegen Griechenland gerichtete Losung formuliert hatten. Papoulias,
der sich zu diesem Zeitpunkt im griechischen Konsulat in
Gjirokaster (Argyrokastro) aufhielt, soll Moisiu daraufhin
zweimal telefonisch darum gebeten haben, die Demonstration in
einem diskreteren Abstand vom Tagungshotel durchführen zu lassen.
Dies soll mit dem Hinweis verweigert worden sein, dass es sich um
eine von der Polizei genehmigte Kundgebung handle. Im Einvernehmen
mit Außenminister Petros Molyviatis trat Papoulias daraufhin die
Heimreise nach Griechenland an.
Aus dem Büro des Staatspräsidenten hieß es: „Das Büro des Präsidenten der Griechischen Republik bringt sein Bedauern über das Nichtstattfinden des geplanten inoffiziellen Treffens der Präsidenten Griechenlands und Albaniens nach dem inakzeptablen Auftreten extremer Elemente, die darauf bestehen, nicht existente Frage aufzuwerfen, zum Ausdruck." Ein derartiges Verhalten trage nicht zu den Versuchen bei, die bilateralen Beziehungen ständig zu verbessern. Außerdem sei dies auch der „europäischen Perspektive Albaniens" nicht dienlich. Aus dem Büro des albanischen Präsidenten hieß es, dass das Treffen nach einem „unbegründeten Vorwand" annulliert worden sei. Es habe sich lediglich um eine „friedliche Versammlung von Vertretern der Organisation Tsameria auf dem Platz neben dem Hotel" gehandelt. Die Entscheidung des griechischen Präsidenten sei „unglücklich und beispiellos".
Der griechische Botschafter in Albanien deponierte unmittelbar nach den Vorfällen bei der Regierung in Tirana eine scharfe Protestnote. Darin hieß es, dass die albanischen Behörden nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, damit das Treffen der Präsidenten ungestört stattfinden konnte.
Bei der sog. Organisation „Tsameria" handelt es sich um Vertreter der Tsamiden. Diese lebten bis zum Krieg gegen Italien (1940) bzw. bis zum Abzug der deutschen Besatzungsgruppen im Jahre 1944 in Nordwestgriechenland. Ein großer Teil dieser etwa 20.000 köpfigen albanischsprachigen Bevölkerungsgruppe hatte gemeinsam mit den Besatzern gegen Griechenland kollaboriert. Die letzten Tsamiden wurden nach Kriegsende von griechischen Truppen aus dem Lande getrieben.
Aus dem Büro des Staatspräsidenten hieß es: „Das Büro des Präsidenten der Griechischen Republik bringt sein Bedauern über das Nichtstattfinden des geplanten inoffiziellen Treffens der Präsidenten Griechenlands und Albaniens nach dem inakzeptablen Auftreten extremer Elemente, die darauf bestehen, nicht existente Frage aufzuwerfen, zum Ausdruck." Ein derartiges Verhalten trage nicht zu den Versuchen bei, die bilateralen Beziehungen ständig zu verbessern. Außerdem sei dies auch der „europäischen Perspektive Albaniens" nicht dienlich. Aus dem Büro des albanischen Präsidenten hieß es, dass das Treffen nach einem „unbegründeten Vorwand" annulliert worden sei. Es habe sich lediglich um eine „friedliche Versammlung von Vertretern der Organisation Tsameria auf dem Platz neben dem Hotel" gehandelt. Die Entscheidung des griechischen Präsidenten sei „unglücklich und beispiellos".
Der griechische Botschafter in Albanien deponierte unmittelbar nach den Vorfällen bei der Regierung in Tirana eine scharfe Protestnote. Darin hieß es, dass die albanischen Behörden nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, damit das Treffen der Präsidenten ungestört stattfinden konnte.
Bei der sog. Organisation „Tsameria" handelt es sich um Vertreter der Tsamiden. Diese lebten bis zum Krieg gegen Italien (1940) bzw. bis zum Abzug der deutschen Besatzungsgruppen im Jahre 1944 in Nordwestgriechenland. Ein großer Teil dieser etwa 20.000 köpfigen albanischsprachigen Bevölkerungsgruppe hatte gemeinsam mit den Besatzern gegen Griechenland kollaboriert. Die letzten Tsamiden wurden nach Kriegsende von griechischen Truppen aus dem Lande getrieben.