Griechenland / Athen. Weiterhin für hohe Wellen in den Reihen der
PASOK sorgt das Buch des früheren Premiers Kostas Simitis über
seine Regierungszeit von 1996 bis 2004, welcher in diesen Tagen der
Öffentlichkeit präsentiert wurde. Hinter der Absicht von Simitis,
sein Buch auf Veranstaltungen in ganz Griechenland bekannt zu
machen, vermuten Kritiker die Wiederbelebung der so genannten
Gruppe der „Reformer". Diese konnte sich 1995 gegen den früheren
PASOK-Präsidenten Andreas Papandreou durchsetzen.
Ex-Verteidigungsminister Jerassimos Arsenis hatte gestern in einem
Interview mit der „Kathimerini" behauptet, dass Auslassungen des
Ex-Premiers über die Vorgänge während der Imia-Krise zu falschen
Schlüssen führten.
Über den Absturz des Militärhubschraubers bei
Imia im Jahre 1996 sei Simitis nicht wie behauptet durch die
Medien, sondern von Minister Arsenis direkt informiert worden.
Außerdem habe es Simitis in jener Nacht abgelehnt die Regeln, die
der Regierungsrat für Außenpolitik und Verteidigung zur Entspannung
von Krisen vorsieht, anzuwenden.