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Demonstrationen und Streiks gegen Sparmaßnahmen

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Die zwei größten Gewerkschaften des Landes ADEDY (öffentlicher Dienst) und GSEE (Privatwirtschaft) traten heute und morgen in einen 48-stündigen Streik. Um 11.00 Uhr führten sie eine Großkundgebungen auf dem Athener Syntagma-Platz vor dem Parlament durch. Mitglieder der kommunistischen Gewerkschaft PAME trafen sich am heutigen  Vormittag am Omonia-Platz. Wegen der Proteste waren zentrale Verkehrsadern im Zentrum der Hauptstadt gesperrt.
rt. Außerdem kam es am Syntagma-Platz zu Auseinandersetzungen zwischen vermummten Chaoten und der Polizei. Es wurden Brandbomben und andere Objekte gegen die Ordnungshüter geworfen. Letztere setzten Tränengas ein. Mindestens eine Person wurde verletzt.
Protestiert wird vor allem gegen die Entscheidung der drei Parteichefs, die die Übergangsregierung unterstützen, die von der Troika geforderten Maßnahmen umzusetzen. Damit sollen etwa die Mindestlöhne und die Zusatzrenten gekürzt werden. Zudem können Angestellten von Betrieben der öffentlichen Hand (DEKO) künftig entlassen werden.
Im Zuge des Streiks verkehren heute ganztägig keine öffentlichen Nahverkehrsmittel in Athen. Lediglich die Elektrobahn (ISAP) fährt zwischen 10.00 und 17.00 Uhr. Weil sich auch die Seeleute am Streik beteiligen, verkehren heute keine Schiffe. Viele staatliche Krankenhäuser werden lediglich mit Notpersonal versorgt. Ihre Arbeit legen heute auch Lehrer, Angestellte der Emboriki Bank und der Telefongesellschaft OTE nieder.
Am Sonntag gegen 17.00 Uhr, wenn im Parlament die Sparmaßnahmen diskutiert werden sollen, kommt es dort zu einer Großkundgebung. Separat treffen sich dann um 17.30 Uhr die PAME-Gewerkschafter am Pedion tou Areos Platz in der Hauptstadt. Ähnliche Proteste finden auch in Piräus, Thessaloniki und anderen großen Städten statt. Gestern besetzten autonome Gruppierungen kurzerhand ein Gebäude der Juristischen Fakultät der Universität in der Athener Innenstadt. Sie wollen von dort aus „Aktionen gegen das Memorandum“ durchführen. Besetzt worden ist außerdem von Mitgliedern der PAME das Arbeitsministerium. Das Finanzministerium wird heute von seinen eigenen Angestellten besetzt gehalten. Das Gesundheitsministerium wurde von Angestellten, die im Bereich der psychischen Gesundheit tätig sind, besetzt.
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