Im Zuge der täglich neuen Enthüllungen über Unregelmäßigkeiten,
Skandale und Korruption in den Reihen der Kirche wurde gestern auch
Erzbischof Christodoulos belastet. Noch nicht offiziell bestätigten
Informationen zufolge soll er sich vor etwa einem halben Jahre
zweimal mit dem Archimandriten Iakowos Iosakis getroffen haben.
Eine entsprechende Aussage soll ein Staatsanwalt zu Protokoll
gegeben haben. Bisher hatte das Erzbistum ein solches Treffen stets
abgestritten. Christodoulos habe niemals Kontakt zu Iosakis
unterhalten, hieß es in einer schriftlichen Erklärung des
Erzbistums.
Archimandrit Iosakis gilt als der Auslöser der
derzeitigen Kirchenkrise. Ihm werden u.a. der Diebstahl von Ikonen
aus einem Kloster auf der Insel Kythira sowie Bestechung von
Richtern vorgeworfen. Weil nach Ansicht des Gerichtes Fluchtgefahr
bestand, sitzt der Archimandrit derzeit im Athener Gefängnis
Korydalos in Untersuchungshaft. Athen bis heute nachmittag ohne
blaue Busse Von 11.00 bis 16.00 Uhr gibt es heute in Athen keine
„blauen Busse“. Grund für die Arbeitspause ist die
Generalversammlung der Angestellten der Vereinigung der
öffentlichen Verkehrsmittel in Athen (OASA). Beraten wollen die
Angestellten über den Rahmenkollektiv-Vertrag für das Jahr 2005
sowie über Reaktionen gegen von der Regierung ins Auge gefaßte
Veränderungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Protestkundgebung der Rentner Protestkundgebungen haben für morgen
vormittag um 10.00 Uhr die Rentner angekündigt am Athener
Kotzia-Platz angekündigt. Die Aktion ist eingebettet in Proteste
der Gewerkschaften gegen Veränderungen am System der
Sozialversicherung und bei der Einkommenspolitik. Höhepunkt der
Kundgebungen wird der 17. März werden: Für diesen Tag haben die
Angestellten der Banken, der Staatsbetriebe und der Olympic
Airlines einen Generalstreik angekündigt. Streik in staatlichen
Krankenhäusern Bestreikt wurden bis heute nachmittag die
staatlichen Krankenhäuser in Athen und Thessaloniki. Gefordert wird
die Einstellung zusätzlichen Personals, die Einstufung des
medizinischen Personals in die Gruppe der schweren und
gesundheitsschädigenden Berufe sowie eine Erhöhung der staatlichen
Mittel für das Gesundheitswesen. Das Wetter Gewitter in der Nacht
und Regenfälle heute morgen sorgten für ein passables Verkehrschaos
auf den Straßen Athens. Wegen der nassen Fahrbahn ereigneten sich
auch zahlreiche Auffahrunfälle, die Staus verursachten. Die
Wetterlage ändert sich aber schnell zum Besseren und die Sonne
verdrängt die Wolken. Die anfänglich aus südlicher Richtung
wehenden starken Winde drehen auf West und werden schwächer. Die
Temperaturen bewegen sich auf einem für diese Jahreszeit angenehmen
Niveau und erreichen heute in der Stadtmitte 14 Grad Celsius.
Kultur- und Ausgehtips für Athen (23.2.05) Das Megaron Moussikis
lockt heute abend mit einem Klavierkonzert. Die Pianistin Dómna
Evnouchídou wird Werke von Ludwig van Beethoven spielen. Das
Gitarrentrio von Jannis Dank tritt heute mit Eigenkompositionen im
Lokal „Paráfono“ in der Asklipíou-Straße 130 a auf. Beginn der
Veranstaltung ist 22.30 Uhr. Ethnic Jazz bietet wiederum das „Mikró
Mousikó Théatro“ in Koukáki. Als Gast begrüßt man die Gruppe
„Léxeis“. Im „Syrmó“ tritt heute das achtköpfige Ensemble „Makriná
Xadérfia“ auf. Mit dabei an diesem ist Orféas Perídis. Das „Syrmó“
befindet sich in der Odysséos-Straße 14 in Metaxourgío. Dora
Athanassíou, Mína Borgí und Leonídas Maridákis singen heute abend
im „Baráki tou Vassíli“ in Kolonaki Lieder, die dem großen
griechischen Komponisten Mikis Theodorakis gewidmet sind. Die
Gruppe Vladislav Delay und number Six steht heute im „Bíos“ in der
Pireós-Straße 84 auf der Bühne. Eleni Vitáli und Nikos Xýdis haben
heute abend einen Auftrott im Theater in der Iróon
Politechníou-Straße 5. Der Eintritt kostet 12 Euro. Noch bis
Samstag gibt der griechische Rocker Vassílis Papakonstantínou
Vorstellungen im „Oxygóno“. Das Lokal befindet sich in der
Vourváchi-Straße in Neos Kósmos. Noch ein Ausstellungstip: Unter
dem Titel „Reise nach Ithaka – ein malerische Hommage an Kaváfis“
stellt Anna Filíni neue Werke in der „Galerie Skoufá“ aus. Filíni
orientiert sich an dem gleichnamigen Gedicht von Kafavis, „Reise
nach Ithaka“. Die Ausstellung ist bis zum 15. März geöffnet. Mit
Athen und Griechenland beschäftigt sich der italienische Fotograf
Ubaldo Paniti. Er beschränkt sich zeitlich auf das Olympia-Jahr
2004. Seine Fotografien sind im Italienischen Institut in der
Tenédou-Straße 27 noch bis zum 31. März zu sehen. Werke des
bekannten griechischen Malers Dimitris Mytarás werden derzeit in
den Räumen der griechischen Gesellschaft für Unternehmensmanagement
gezeigt. Diese Gesellschaft ist in einem Gebäude in der
Ionías-Straße 200 in Patíssia untergebracht. Die Ausstellung dauert
nur noch bis zum 26. Februar. Im Coronet Theater in Pangrati ist
das weltberühmte Prager „Image Black Light Theatre“ zu Gast. Die
Truppe zeigt Theater, Pantomime und Tanz unter dem Titel „Black
Box“. Die Aufführungen wurden wegen des großen Erfolges bis zum 27.
Februar verlängert. Freunde des Dokumentarfilms sollten sich das 2.
Panorama des ökologischen Films in der Tripódon-Straße in der Plaka
nicht entgehen lassen. Veranstaltet wird das Panorama von der
Gesellschaft zum Schutz des kulturellen Erbes.