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58 Personen vor Gericht wegen Ausschreitungen

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Griechenland / Athen. Neun der 61 Personen, die während der Ausschreitungen am Donnerstag im Zentrum von Athen festgenommenen wurden, müssen sich heute vor dem Untersuchungsrichter verantworten. Ihnen werden u.a. versuchte Körperverletzung und der Besitz und die Anwendung explosiver Materialien zur Last gelegt.
Weitere 49 Personen waren für heute vor ein Polizeigericht zitiert worden. Die Angeklagten waren am Rande des Studentenprotestmarsches im Zentrum von Athen von Einheiten der Sonderpolizei MAT verhaftet worden. Medienberichten zufolge haben viele der Festgenommenen Klagen gegen Polizisten erhoben, die sie „grundlos" geschlagen haben sollen. Unterdessen haben die Leitung des Polytechnikums sowie 63 Hochschullehrer sich der Justiz zur Verfügung gestellt. „Wenn die Teilnahme an der Pädagogenkundgebung vom 8. Mai eine Straftat ist und „Bandenbildung" darstellt, dann teilen wir die Verantwortung mit unseren Studenten", so die Professoren. Wenn ihre Studenten schuldig seien, dann gelte das auch für sie, betonten die Akademiker.
In den frühen Morgenstunden haben unterdessen etwa 20 Jugendliche mit Molotowcocktails die Polizeistation von Zografou angegriffen. Ein Streifenwagen ging dabei in Flammen auf.  
Derweil rief der Minister für Öffentliche Ordnung, Vyron Polydoras, die Parteien auf, die Aktionen der Vermummten zur verurteilen. Einige zwinkern ihnen zu, so Polydoras. „Sie sollten sehr gut darüber nachdenken", betont der Minister in einem Interview mit der Zeitung Apogevmatini tis Kyriakis. In einem anderen Interview mit der Zeitung Paron tis Kyriakis sagte Polydoras, dass Griechenland keine Stadtguerillas brauche. Diese Jugendlichen seien auch „unsere Kinder" und man wolle sie nicht als „verrückt gewordene Wesen" sehen, so der Minister und fügte hinzu, dass die Polizei mit niemandem eine Vendetta habe.
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