Login RSS

Premier Karamanlis wendet sich mit einer Ansprache an die Nation Tagesthema

  • geschrieben von 
Griechenland / Athen. Der von der Regierung eingeschlagene Reformkurs wird mit noch größerer Entschlossenheit fortgesetzt. Das bekräftigte Premier Kostas Karamanlis gestern Abend in einer „Ansprache an die Nation\". Die Veränderungen zielten sowohl auf den Staat, auf die Wirtschaft, das Bildungs- und Gesundheitswesen und vor allem auch auf die Betriebe der öffentlichen Hand (DEKO) ab. Karamanlis kritisierte in seinen Ausführungen auch die „Verschwendung durch frühere Regierungen\", wodurch im Jahr 2004 das Haushaltsdefizit auf 6,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes angewachsen sei.
Dies habe enorme Kosten für die Gesellschaft, für die Bürger und vor allem für finanziell schlecht gestellte Bevölkerungsschichten nach sich gezogen. Mit sicheren und entschlossenen Schritten werde seine Regierung diese unangenehme Entwicklung umkehren. Seine Regierung werde deshalb Maßnahmen ergreifen, die „nicht erfreulich sind, aber Früchte für alle bringen werden und vor allem für jene, die die größten Schwierigkeiten haben\". Im Moment allerdings gebe es keinen Spielraum zur direkten Unterstützung der finanziell Schwachen und vor allem der Rentner. Man werde aber bis zum Ende der Legislaturperiode die eingegangenen Verpflichtungen einlösen. 
Mit Blick auf die geplante Verfassungsänderung erklärte der Premier, dass diese eine Anpassung „an die Notwendigkeiten der neuen Epoche\" sei.
Scharf kritisiert wurden sowohl die Regierungsumbildung als auch die von Karamanlis angekündigten Schritte von den drei Oppositionsparteien im Parlament. PASOK-Präsident Jorgos Papandreou kommentierte: „Mit dieser Regierungsumbildung hat das Rückwärtszählen der Regierung begonnen.\" Die „Regierung Karamanlis bleibt nichts anderes als eine Regierung Karamanlis\" und gleichzeitig bleibe die „ausweglose Situation für den griechischen Bürger: Teuerung, Arbeitslosigkeit, Intransparenz, Zügellosigkeit, neue Armut, fehlende Perspektive.\" Schon bald, so prophezeite Papandreou, werde es deshalb vorgezogene Parlamentswahlen geben. Die Kommunistische Partei KKE sprach von einer „gegen das Volk gerichteten Politik\", die sich „nur durch den organisierten Widerstand des Volkes aufhalten\" lasse. Der Präsident der Linksallianz Synaspismos, Alekos Alavanos, konstatierte „neu gemischte Karten mit einem Hauch aus Washington\". Die Karten bei diesem Spiel seien leider „gezinkt\" und somit sei die künftige Politik von vornherein klar
Nach oben

 Warenkorb