Griechenland / Athen. Die Vorschläge der Regierung für die geplante
Verfassungsreform unterbreitete heute Vormittag Premier Kostas
Karamanlis der Parlamentsfraktion seiner Partei. Zu den anvisierten
Veränderungen zählt die Einrichtung eines Verfassungsgerichtes,
eine schärferer Kontrolle der Finanzen der einzelnen Parteien und
die Möglichkeit der Gründung privater Universitäten.
PASOK-Präsident Jorgos Papandreou hatte seinerseits bereits gestern
vorgeschlagen, den Staatspräsidenten künftig direkt durch das Volk
wählen zu lassen. Dies soll allerdings nur für jene Eventualität
gelten, dass sich das Parlament nicht auf einen gemeinsamen
Kandidaten einigen kann.
Damit, so das Kalkül Papandreous, könne
diese Problematik künftig keinen Anlass mehr für plötzliche
Neuwahlen bieten. Die Regelung in der gegenwärtigen Verfassung
bietet eine solche Option.