Griechenland / Athen. Verwirklichen will Ministerpräsident Kostas
Karamanlis im laufenden Jahr die geplanten Änderungen im
Bildungsbereich. Die politisch vor allem aus dem linken Lager
stammenden Gegner dieser Reformen bezeichnete Karamanlis als
„konservativ". Diese Ansicht vertrat er in einer Rede vor dem
Zentralkomitee seiner Partei am Samstag. Außerdem stellte er fest,
dass die Parlamentswahlen erst im Jahr 2008 stattfinden werden,
nicht früher.
Den Terroranschlag auf die US-Botschaft vor knapp
zwei Wochen verurteilte Karamanlis scharf. Er bezeichnete diese Tat
als „kriminellen Wahnsinn". Die Opposition bezichtigte der Premier
des Versuchs, das politische Klima zu polarisieren. Als Reaktion
auf die Karamanlis-Rede bezeichnete der Pressesprecher der großen
Oppositionspartei PASOK, Petros Efthymiou, das Reformprogramm der
Regierung als „Heuchelei". Efthymiou brachte abermals die
Überzeugung zum Ausdruck, dass die Parlamentswahlen noch im
laufenden Jahr stattfinden würden.