Neue Schwimmdocks in Piräus: Aufschwung für griechische Werften Tagesthema

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Unser Foto © OLP zeigt das Schwimmdock „Piraeus I“. Durch das Einpumpen von Wasser sinkt das Schwimmdock. So kann das jeweilige Schiff reinfahren. Im Anschluss wird das Wasser wieder abgepumpt, das Schwimmdock kommt samt dem Schiff an die Wasseroberfläche und die Werftarbeiter können mit den Überholungsarbeiten beginnen.  Unser Foto © OLP zeigt das Schwimmdock „Piraeus I“. Durch das Einpumpen von Wasser sinkt das Schwimmdock. So kann das jeweilige Schiff reinfahren. Im Anschluss wird das Wasser wieder abgepumpt, das Schwimmdock kommt samt dem Schiff an die Wasseroberfläche und die Werftarbeiter können mit den Überholungsarbeiten beginnen.

In der Werft von Perama bei Piräus ist am Freitag das rundum überholte Schwimmdock „Piraeus I“ feierlich übergeben worden. Es hat eine Kapazität von 30.000 Tonnen, ist 202 Meter lang und hat eine Innenbreite von 31 Metern. In ihm können kleinere Passagierschiffe repariert werden.  


Anwesend gewesen ist das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der Hafenbehörde von Piräus (OLP) Captain Fu Chengqiu. In seiner Rede hat der Chinese daran erinnert, dass die Überholung dieser Schwimmdocks im 40jährigen Vertrag zwischen OLP und der volkseigenen chinesischen Reederei Cosco vereinbart worden war.
Weiterhin hat er die Anschaffung eines weitaus größeren Schwimmdocks bis zum kommenden November angekündigt. Dieser wird eine Kapazität von 80.000 Tonnen haben. Auch größere Passagierschiffe können dann in Perama überholt werden. Bisher wurden Werften in Nachbarländern wie etwa in der Türkei oder in Malta für solche Zwecke genutzt.
Damit werden Perama und Piräus insgesamt über fünf solcher Docks verfügen. Letztendlich zeigte sich Captain Fu optimistisch, dass die Werftindustrie neue Arbeitsplätze in Griechenland schaffen werde.
Handelsschifffahrtsminister Panagiotis Kouroumblis sprach gar von einer „Blütezeit“, in die die Werft von Perama nun eintrete. Er stellte fest, dass die ersten Schritte getan worden seien. Nun würden noch größere Schwimmdocks entstehen. Dabei werde auch eines mit einer Kapazität von 350.000 Tonnen gebaut. Weiterhin sprach er sich für eine Verbesserung bzw. Aufbau einer umfassenden Berufsausbildung im Bereich Werften und Schiffsbau in Griechenland aus.
Auch der griechische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Stergios Pitsiorlas meldete sich zu Wort. Er sprach davon, dass nun „der Weg für das Wachstum in Griechenland“ geöffnet werde. Traditioneller Weise sei der Reichtum des Landes im und auf dem Meer begründet. Es gebe viele Griechen, die sich im Bereich der Handelsschifffahrt gut auskennen. Er erklärte, dass es das Ziel der Regierung sei, den Hafen von Piräus zum größten Hafen im Mittelmeer zu gestalten und „zu einem der größten der Welt“. Letztendlich schloss er nicht aus, dass in Griechenland künftig auch wieder große Schiffe gebaut werden können.
Der Bürgermeister von Perama Jannis Lagoudakis hat in einer knapp ausgefallenen Rede seine ablehnende Haltung hinsichtlich der erfolgten Privatisierung des Hafens zum Ausdruck gebracht. Dennoch räumte er ein, dass auch einige „gute Schritte“ getan worden seien und dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden. 

Elisa Hübel

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Foto © Madlien Wienberg. So sieht das Schwimmdock „Piraeus II“ von innen aus. Mithilfe der Balken wird das zu überholende Schiff fixiert.

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Foto © Madlien Wienberg. Im Inneren des Schwimmdocks „Piraeus II“.

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Foto © Madlien Wienberg. Während der Veranstaltung am Freitag, dem 30. Juni 2017.

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Foto © Madlien Wienberg. Bevor man einen Schwimmdock betritt.

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Unser Foto © Madlien Wienberg zeigt Captain Fu Chengqiu (in der Mitte).

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Unser Foto © Madlien Wienberg zeigt Handelsschifffahrtsminister Panagiotis Kouroumblis (r.).

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Unser Foto © Madlien Wienberg zeigt den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Stergios Pitsiorlas.

 

Das Video (unten) © Elisa Hübel zeigt das „Piraeus I“ beim Absinken, also kurz bevor das zu reparierende Schiff reinfährt.
(Zum Vergleich der Schwimmdock Piraeus II, der noch aufschwimmt)

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