Zurückgewiesen wurde von Athen ein neuer Vorschlag der UNO zur
Lösung der Namensgebung für die frühere jugoslawische Republik
Mazedonien (FYROM). In einer Erklärung des Außenministeriums heißt
es, dass der jüngste Vorschlag von UNO-Sondervermittler
Matthew Nemec �die Positionen der einen Seite stark schwächt\".
Dies verstoße gegen das Prinzip der Vermittlung, deren Ziel ein
Kompromiss auf der Basis beiderseitig akzeptabler Vorschläge sei.
UNO-Sondervermittler Nemec hatte insgesamt sieben Namensvarianten
vorgeschlagen, die alle den Begriff �Mazedonien\" beinhalten. Das
griechische Außenministerium verwies darauf, dass man im Rahmen der
UNO weiter an einer Lösung arbeiten werde, die von beiden Seiten
akzeptiert werden könne.
Gleichzeitig wurde darauf verwiesen, dass
man bis zu einer Lösungsfindung an der bilateralen Vereinbarung aus
dem Jahre 1995 festhalten werde. Dies heißt im Klartext, dass
Griechenland Veto gegen die Beteiligung der FYROM an irgendeiner
internationalen Organisation vorbringt, solange dies unter einem
anderen Namen als �Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien\"
geschieht.