Griechenland / Athen. Die griechisch-türkischen Beziehungen sowie
die Namensgebung für die frühere jugoslawische Republik Mazedonien
(FYROM) beherrschten die Parlamentsdebatte am gestrigen Abend.
Premier Kostas Karamanlis erklärte, dass Ankara nur dann Mitglied
der Europäischen Union werden könne, wenn es die europäischen
Kriterien vollständig erfülle. Das europäische Ziel ließe sich
weder mit Kriegsdrohungen („casus belli") noch mit der anhaltenden
Besetzung europäischen Territoriums vereinbaren. Klar äußerte sich
der griechische Premier auch zur Namensfrage und zur
Europaperspektive der FYROM: Ein EU-Beitrittskurs komme für das
Nachbarland nur dann in Frage, wenn es vorher eine für beide Seiten
akzeptable Lösung der Namensfrage gebe.
ebe. Ein anderer Weg, so
Karamanlis, „ist ausgeschlossen".