Griechenland / Athen. Ein Treffen mit dem US-Botschafter in Athen,
Charles Ries, hat Außenministerin Dora Bakojanni am heutigen
Donnerstag. Medienberichten zufolge soll es angeblich um
Minderheiten in Griechenland generell und speziell in Thrakien
gehen. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass eine Reihe von
US-Politikern die im Lausanner Vertrag von 1923 als muslimisch
definierte Minderheit als „türkische" Minderheit bezeichneten. Auch
von einer „albanischen" und „mazedonischen" Minderheit wurde
bereits gesprochen.
Nach Ansicht der USA müsse Griechenland das
Recht auf Selbstbestimmung respektieren. Griechische Diplomaten
sind der Meinung, dass die USA Druck auf Griechenland ausüben
wollen, damit sich Athen in den eurotürkischen Verhandlungen
flexibler verhält. Von besonderer Bedeutung sei dabei die Weigerung
Ankaras, die Zollunion mit Zypern umzusetzen. Die USA unterstützen
die Türkei in ihrem Versuch, EU-Mitglied zu werden.