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Griechenland zahlt Bedürftigen Weihnachtsgeld Tagesthema

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Auf 2,3 Millionen Griechinnen und Griechen wartet ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Wenige Tage vor Weihnachten erhalten sie vom Finanzminister eine Überweisung von 250 Euro. Das Geld soll Bedürftigen helfen, die steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

Das Weihnachtsgeld bekommen Rentnerinnen und Rentner, Langzeitarbeitslose, Behinderte und Geringverdiener, deren Brutto-Jahreseinkommen weniger als 9.600 Euro beträgt. Für Familien liegt die Grenze bei 16.800 Euro brutto im Jahr. Nach diesen Kriterien hat fast jeder vierte Bewohner des Landes Anspruch auf die Sonderzahlung. Der griechische Finanzminister hat in diesem Jahr bereits über zwölf Milliarden Euro für Energiesubventionen ausgegeben. Der Betrag entspricht 6,6 Prozent des letztjährigen Bruttoinlandsprodukts. Allein 9,5 Milliarden flossen in die Deckelung der Strom- und Gaspreise. Davon profitierten alle privaten Haushalte, unabhängig vom Einkommen, wie auch Unternehmen. Besonders bedürftige Familien bekommen außerdem in den Wintermonaten Heizkostenzuschüsse. Den Landwirten gewährt die Regierung Finanzhilfen zum Ausgleich für gestiegene Düngemittel- und Futterpreise. In Griechenland erreichte die Inflation im Oktober 9,1 Prozent, wie die staatliche Statistikbehörde ELSTAT Anfang des Monats bekanntgab. Im September betrug die Teuerung noch zwölf Prozent. Der Rückgang ist vor allem auf sinkende Energiekosten zurückzuführen. So verbilligte sich Erdgas gegenüber dem Vormonat um 53 Prozent. Auch Heizöl und Strom wurden billiger. Aber bei einigen Lebensmitteln sind die Preissteigerungen enorm: Brot verteuerte sich im Jahresvergleich um 19,3 Prozent, Milchprodukte um 24,2 Prozent. Für Speiseöl und Fleisch mussten die griechischen Verbraucher im Oktober rund 17 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. (Griechenland Zeitung / Gerd Höhler)

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