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Griechenland als Mitglied des UN-Sicherheitsrates: Achtung der Souveränität und territorialen Integrität Tagesthema

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Griechenland als Mitglied des UN-Sicherheitsrates: Achtung der Souveränität und territorialen Integrität Unser Archivfoto (© Eurokinissi) zeigt Außenminister Jorgos Gerapetritis im Gespräch mit der Sondergesandten des UN-Generalsekretärs für die Lösung des Zypernproblems, María Ángela Holguín im Dezember 2025.

Die Lösung des Zypernproblems stand im Zentrum einer rund einstündigen Unterredung des griechischen Außenministers Jorgos Gerapetritis mit UN-Generalsekretär António Guterres in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag in New York. Weitere Themen waren die Entwicklungen in Syrien, in Palästina sowie in Libyen.

Gegenüber dem staatlichen griechischen Fernsehsender ERT erklärte Gerapetritis mit Blick auf Zypern, dass es im Moment um den Aufbau vertrauensbildender Maßnahmen gehe. Zum geeigneten Zeitpunkt könne dann ein „Treffen in einem erweiterten Format“ stattfinden, so der griechische Chefdiplomat. Die Lösung des Zypernproblems sei eine „nationale Priorität der Regierungspolitik und des griechischen Staates“. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sich in diesen Tagen die Sondergesandte des UN-Generalsekretärs María Ángela Holguín (siehe unser Foto) auf Zypern befinde, um in Gesprächen vor Ort die Lage auf der seit 1974 geteilten Insel zu sondieren.
In einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates über die Situation im Nahen Osten hatte er festgestellt, dass der Frieden in dieser Region eine „zwingende moralische, politische und humanitäre Notwendigkeit“ sei. Er wies darauf hin, dass Griechenland für die Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrates über die Zukunft des Gazastreifens gestimmt habe. Damit wird ein 20-Punkte-Plan des US-Präsidenten Donald Trump für die Zukunft des Gazastreifens international untermauert. In einem nächsten Stadium, so der griechische Außenminister, müsse die vollständige Entwaffnung der Hamas und anderer bewaffneter Kräfte erfolgen. Gaza und das Westjordanland seien eine „einzige und unteilbare territoriale Einheit für einen zukünftigen palästinensischen Staat“.
Er unterstrich in seinen Ausführungen die Position seines Landes, die Charta der UN zu respektieren. Basis seien „die Souveränität und territorialen Integrität“ und „das Verbot der Androhung oder Anwendung von Gewalt“.
Außerdem erklärte Gerapetritis, dass sein Land seine Amtszeit im UN-Sicherheitsrat „mit klarer Zielsetzung und ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein“ fortsetze. Die Vereinten Nationen und der Sicherheitsrat seien „der zentrale und unersetzliche Rahmen für Dialog, Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln zugunsten des internationalen Friedens und der Sicherheit“. – Griechenland wurde für den Zeitraum 2025/2026 als nicht-ständiges Mitglied mit großer Mehrheit von 182 der 188 Stimmen in den UN-Sicherheitsrat gewählt, wobei es sich vor allem für die Bewältigung internationaler Herausforderungen einsetzt.
(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)

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