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Viehzüchter räumen den Hafen von Lesbos nach mehrtägigem Streik

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Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 16. April auf der Insel Lesbos. Unser Foto (© Eurokinissi) entstand am 16. April auf der Insel Lesbos.

Nach mehrtägigen Protesten haben Viehzüchter auf Lesbos den Hafen von Mytilini geräumt. Sie protestierten gegen die Keulung von Tierbeständen im Zuge der Maul- und Klauenseuche. Die Regierung kündigt finanzielle Hilfen an, während die Opposition von einem politischen Scheitern spricht.

Die Viehzüchter von Lesbos haben am Dienstag (21.4.) den Hafen ihrer Insel verlassen. Zuvor hatten sie für eine Woche die Ein- und Ausfahrt für Lkw im Hafen der Inselhauptstadt Mytilini verhindert. Dadurch hatten mehrere Geschäfte und Supermärkte zeitweise nur noch ein begrenztes Warenangebot.Die Viehzüchter protestieren gegen die Keulung ganzer Herden vor dem Hintergrund der grassierenden Maul- und Klauenseuche. Sie fordern einen Stopp der Tötung ihrer Tiere und ein umfassendes Impfprogramm. Sie erklären, dass sie gegebenenfalls ihre Protestaktionen fortsetzen werden. 

Der Regierungsplan

Der Minister für Agrarentwicklung und Lebensmittel, Margaritis Schinas, begrüßte den Proteststopp der Viehzüchter dieser Ägäis-Insel. Dabei kündigte er einen Plan an, um die betroffenen Viehzüchter zu unterstützen. Dieser umfasst Entschädigungen für getötete Tiere, Unterstützung bei Einkommensverlusten, Beihilfen für die gestiegenen Kosten von Tierfutter sowie zusätzliche Ausgleichszahlungen für Milch. Diese Mittel gelten „über das bereits bekannte Förderprogramm hinaus“, so Schinas. Der Minister betonte außerdem, dass Lesbos „nicht allein“ sei, und hob hervor, dass staatliche Unterstützung parallel zu strengen Maßnahmen, Kontrollen und weiteren Hilfen aktiviert werde.Oppositionschef, Nikos Androulakis, von der sozialistischen PASOK sieht die Situation anders. Ihm zufolge sei die Regierung gescheitert. In einer Sitzung mit Vertretern von Viehzüchtern, Käseherstellern und Produzenten der Insel stellte er fest: „Die Produktion und die Entwicklung der Wirtschaft von Lesbos stützen sich auf den Pfeiler der Viehzucht.“ Von dieser seien etwa 3.000 Familien abhängig. Die Insel habe eine jährliche Produktion von über 56 Millionen Kilogramm Ziegen- und Schafsmilch, so Androulakis. (Griechenland Zeitung / eh)

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