Die Regierung verschärft die Vorschriften zur Brandprävention: Grundstückseigentümer müssen ihre Flächen reinigen, instand halten und dies auf elektronischem Wege melden. Bei Verstößen drohen empfindliche Geldstrafen.
Das Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz hat in diesen Tagen die präventiven Brandschutzmaßnahmen für den Sommer veröffentlicht. Diese betreffen überwiegend die Reinigung von Grundstücken und gelten für Eigentümer, Nutzungsberechtigte und Mieter. Ziel ist es, „die Brandgefahr während der bevorstehenden Brandschutzperiode deutlich zu reduzieren und den Schutz von Menschen, Eigentum und Umwelt zu verbessern“.
Die Betroffenen sind verpflichtet, ihre Grundstücke sowie unbebaute Flächen in und um Siedlungen vom 1. April bis zum 15. Juni jedes Jahres zu reinigen und diese bis zum 31. Oktober entsprechend sauber zu halten. Dazu gehören unter anderem das Entfernen trockener Vegetation und Pflanzenreste, das Beschneiden von Bäumen und Sträuchern, das Sammeln und Entfernen brennbarer Materialien sowie die Beseitigung von Abfällen wie etwa auch Baumschnittreste.
Nach Abschluss der Arbeiten muss bis spätestens 15. Juni eine Erklärung über die elektronische Plattform des Innenministeriums eingereicht werden. Bei Verstößen sind deutliche Sanktionen vorgesehen: Für das Nicht-Einreichen der Erklärung fallen 500 Euro an, wenn keine Reinigung erfolgt ist, bzw. 100 Euro, wenn zwar gereinigt, aber keine Erklärung abgegeben wurde. Bei Nichtreinigung beträgt die Geldbuße 1 Euro pro Quadratmeter (mindestens 200 Euro, maximal 2.000 Euro). Zusätzlich können Gemeinden zwangsweise eine Reinigung auf Kosten des Eigentümers durchführen. In schwerwiegenden Fällen drohen auch strafrechtliche Konsequenzen bei falschen Angaben. (Griechenland Zeitung / eh)