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Ukrainisches Drohnenboot in griechischen Gewässern: Athen sendet Protestnoten Tagesthema

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Archivfoto (© Eurokinissi) Archivfoto (© Eurokinissi)

Am Mittwoch (3.6.) wurde bekannt, dass Außenministerium in Athen bereits Ende Mai zwei offizielle Protestnoten – sowohl in mündlicher als auch in schriftlicher Form – an die Adresse Kiews gesandt hat. Hintergrund dafür ist der Fund einer Wasserdrohne ukrainischer Bauart im Ionischen Meer vor der Insel Lekada.

Wie eine Sprecherin des Außenministeriums mitteilte, wurde in diesen Demarchen festgehalten, dass die Sicherheit auf dem Meer durch den Einsatz dieses unbemannten Bootes in „ernste Gefahr“ gebracht worden sei. Dies hätte auch „den Verlust von Leben unschuldiger Bürger“ kosten können. Zudem wird darauf verwiesen, dass daraus auch „unermessliche Umweltschäden“ hätten entstehen können. Zudem weist Athen darauf hin, dass „durch die Verlagerung kriegerischer Einsätze in das Mittelmeer, weit entfernt von der tatsächlichen Front des Krieges“ … „die nationale Sicherheit und unsere nationale Wirtschaft“ gefährdet worden seien.
Das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung rechtfertige ein solches Vorgehen nicht. Griechenland bringe starken Widerstand gegen die illegale Präsenz des bewaffneten unbemannten Bootes in seinen Hoheitsgewässern zum Ausdruck. Gleichzeitig wurde die Regierung in Kiew dazu aufgefordert, in Zukunft von derartigen Aktivitäten Abstand zu nehmen.
Aus dem griechischen Außenministerium wurde außerdem darauf verwiesen, dass man u. a. auch den NATO-Generalsekretär über diesen Vorfall unterrichtet habe. Eine offizielle Antwort aus Kiew steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch aus.
Eine Sprecherin des griechischen Außenministeriums unterstrich, dass sich Athen angesichts des Krieges in der Ukraine „für einen gerechten und lebensfähigen Frieden und für die Notwendigkeit der Achtung des internationalen Rechts und der nationalen Souveränität“ einsetze. Griechenland unterstütze die Bemühungen für eine Beendigung der kriegerischen Handlungen.
Gefunden worden war das ukrainische maritime Drohnensystem Mitte Mai von Fischern in einer Meereshöhle vor der Insel Lefkada. Augenzeugen zufolge lief zu diesem Zeitpunkt noch der Motor; ein Fischer schleppte das Boot in einen Hafen, wo es den Behörden übergeben wurde. Das Boot soll mit einem schweren Sprengsatz ausgerüstet gewesen sein; bedient werden konnte es per Fernsteuerung. Eingesetzt werden können derartige Wasserfahrzeuge, um Schiffe anzugreifen und gegebenenfalls zu versenken.
Griechenland steht im Krieg Russlands gegen die Ukraine eindeutig auf der Seite Kiews und hat das Land bisher auch tatkräftig unterstützt.

(Griechenland Zeitung / Jan Hübel)

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