2025 wurden in Griechenland 20.498 Arbeitsunfälle und 47 Todesfälle registriert. Die Zahlen sind in vier Jahren um 70 % gestiegen und betreffen zunehmend auch Nicht-Risikobranchen.
2025 wurden in Griechenland 20.498 Arbeitsunfälle registriert. 47 Menschen fanden während ihrer Arbeitszeit den Tod. Das geht aus Daten der Arbeitsinspektion für das Jahr 2025 hervor. Demnach ist die Zahl der Arbeitsunfälle innerhalb von vier Jahren um 70 % nach oben geschnellt. Wurden im Jahre 2021 noch 11.957 Arbeitsunfälle gemeldet, waren es 2023 bereits 14.920 und 2024 lag diese Zahl bei 17.359.
2025 führten die Arbeitsschutz- und Gesundheitsinspektionsdienste insgesamt 29.178 Kontrollen in Unternehmen und an Arbeitsplätzen durch. Im Zuge dieser Überprüfungen wurden 3.981 Sanktionen verhängt, während sich die ausgesprochenen Geldbußen auf mehr als 5,2 Millionen Euro beliefen.
Die Daten zeigen, dass das Problem längst nicht mehr nur auf den Bau oder die Schwerindustrie beschränkt ist, sondern inzwischen ein breites Spektrum beruflicher Tätigkeiten betrifft. Der Einzelhandel verzeichnet etwa den höchsten Anteil an Arbeitsunfällen (20 %), gefolgt von Tourismus und Beherbergungswesen (8,9 %), der öffentlichen Verwaltung und Verteidigung (8,7 %), dem Baugewerbe (7,5 %), der Lebensmittelindustrie (7 %), dem Großhandel (6,3 %) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen (4,7 %)
Der Anstieg der Unfallzahlen wird unter anderem auf Arbeitsverdichtung, Personalengpässe, lange und belastende Arbeitszeiten, den Druck zur Steigerung der Produktivität sowie eine unzureichende Umsetzung von Präventionsmaßnahmen zurückgeführt.
Der Bau- und Techniksektor bleiben jedoch die gefährlichsten Bereiche, wo die höchste Zahl an tödlichen Arbeitsunfällen verzeichnet wird. Von den 47 registrierten tödlichen Arbeitsunfällen im Jahr 2025 ereigneten sich 23 auf Baustellen bzw. bei Bauprojekten. (Griechenland Zeitung / eh)