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Griechenland: Keine Preiserhöhungen im Sommer, statt dessen Preissenkungen ab September in Aussicht Tagesthema

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Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand in einem Supermarkt im Athener Stadtteil Kolonos. Unser Archivfoto (© Eurokinissi) entstand in einem Supermarkt im Athener Stadtteil Kolonos.

In griechischen Supermärkten sind die Preise in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Regierung in Athen will dieser Entwicklung nun entgegenwirken. Für die Monate Juli und August sind keine weiteren Preiserhöhungen vorgesehen. – Und ab September sollen die Preise für grundlegende Produkte des täglichen Bedarfs sinken.

Nach einer Sitzung im Regierungssitz unter Leitung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis zum Thema Lebenshaltungskosten erklärte Entwicklungsminister Takis Theodorikakos am Montag (29.6.), dass die Bekämpfung der hohen Lebenshaltungskosten und der Inflation weiterhin eine Priorität der Regierung sei, um die Bürger zu entlasten. Nach dem Ende des Krieges im Nahen Osten hätten sich die Ölpreise stabilisiert. Dadurch lasse auch der internationale Inflationsdruck nach, der in den vergangenen Monaten bestanden habe.

Lesen Sie über die Benzinpreise in Griechenland hier: „Neue große Krise“: Maßnahmen gegen Teuerung in Griechenland

Preissenkungen während des Sommers
Bei dem Treffen mit Vertretern der Industrie und der Supermarktketten habe Einigkeit darüber bestanden, dass diese Entwicklung an die Verbraucher weitergegeben werden müsse. Für die beiden Sommermonate Juli und August sei daher eine vollständige Stabilisierung der Preise ohne jegliche Erhöhungen vereinbart worden.
Dies gelte auch für rund 2.000 Produkte, deren Preise in den vergangenen Monaten infolge der strikten Anwendung einer von staatlicher Seite verhängten Gewinnobergrenze um sechs Prozent gesunken seien. Die Unternehmen hätten zugesagt, diese Preissenkungen auch während der Sommermonate beizubehalten. Ab Anfang September soll im Rahmen einer „nationalen sozialen Vereinbarung“ eine deutliche Senkung der Preise für grundlegende Konsumgüter umgesetzt werden. Ziel sei es, die Verbraucher zu entlasten und insbesondere die griechischen Haushalte zu unterstützen.

Die Teuerung zählt zu den wichtigsten Problemen der griechischen Bevölkerung. Lesen Sie mehr darüber hier: Umfrage: Konservative liegen weiterhin vorn – nur wenige schätzen die Arbeit der Opposition

Preisvergleichs-App
Die Vereinbarung ist Teil einer umfassenderen Strategie gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Dazu gehört auch die Preisvergleichsplattform PosoKanei, die am 17. Juni vorgestellt wurde und bereits von mehr als 300.000 Bürgern genutzt wurde. Die Plattform zeigt, dass viele Produkte in Griechenland bereits vor dem Aufschlag durch die Mehrwertsteuer teurer sind als im Ausland. Nach Einschätzung der Regierung liegen die Ursachen daher nicht allein im Mehrwertsteuersatz, sondern auch in der Preisgestaltung der Lieferanten, den Kosten der Lieferkette und den Gewinnmargen. Ziel der neuen Maßnahmen ist es, durch mehr Transparenz und die Mitwirkung der Unternehmen die Preise für wichtige Produkte des täglichen Bedarfs dauerhaft zu senken.

Eine Nachricht über die App PosoKanei finden Sie hier: Neue App soll Preise im Supermarkt transparent machen

Unterdessen veröffentlichte das Forschungsinstitut für den Einzelhandel mit Konsumgütern (IELKA) kürzlich eine Studie, wonach die Preise für einen typischen Warenkorb in griechischen Supermärkten unter dem Niveau zahlreicher anderer europäischer Länder liegen.

Lesen Sie über die IELKA-Studie hier: Griechische Supermärkte bleiben im europäischen Vergleich günstiger
(Griechenland Zeitung / eh)


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