Der griechische Bürgerschutzminister Michalis Chryssochoidis hat an diesem Wochenende bei einem Besuch in Heraklion auf Kreta den Kampf gegen häusliche Gewalt als zentrale Aufgabe bezeichnet.
Im Rahmen der landesweiten Initiative „Gemeinsam brechen wir das Schweigen – 13 Städte: eine Front gegen häusliche Gewalt“ sprach er vom Ausbau spezialisierter Polizeidienststellen zu Bekämpfung dieses Phänomens der Gewalt, von einem besseren Opferschutz und einer größeren Effizienz der Polizeiarbeit.
Nach Angaben des Ministers wurden im Jahr 2025 landesweit rund 13.000 Festnahmen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt vorgenommen. Auf Kreta sei in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 in 72,3 Prozent der Fälle ein Tatverdächtiger festgenommen worden – im Vorjahr waren es vergleichsweise lediglich 66 Prozent.
Trotz dieser Fortschritte dürfe es keine Selbstzufriedenheit geben, betonte Chryssochoidis. Hinter jeder Statistik stehe ein Mensch, der Schutz und Unterstützung benötige. Häusliche Gewalt sei keine Privatsache, sondern erfordere das gemeinsame Handeln von Staat, Justiz, Kommunen, Kirche sowie wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen. (Griechenland Zeitung / eh)