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UN-Generalsekretär startet neuen Anlauf zur Lösung des Zypernkonfliktes

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Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Nikos Christodoulidis. Unser Foto (© Eurokinissi) zeigt Nikos Christodoulidis.

UN-Generalsekretär António Guterres hat bei seinem Besuch auf Zypern in dieser Woche einen neuen Versuch unternommen, die festgefahrenen Verhandlungen zur Lösung des Zypernkonflikts wieder in Gang zu bringen.

Nach Gesprächen mit dem Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Christodoulidis, und dem Führer der türkischen Volksgruppe auf der geteilten Mittelmeerinsel, Tufan Erhürman, kündigte Guterres an, die Voraussetzungen für ein neues informelles Treffen im sogenannten Fünf-plus-Eins Format schaffen zu wollen. „Ich werde alles tun, um eine Lösung zu unterstützen“, sagte Guterres. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die UNO den Konflikt nicht selbst lösen könne: „Die Vereinten Nationen können den Frieden nicht erzwingen. Nur die Zyprer selbst können ihn durch ihre politischen Führungen aufbauen.“ Einen Termin nannte der UN-Generalsekretär jedoch nicht. „Ich will kein weiteres Fünf-plus-Eins-Treffen ohne Ergebnis“, betonte er. Dafür seien zunächst gründliche Vorbereitungen erforderlich. Nach seinem Treffen mit Präsident Christodoulidis hatte Guterres gesagt, dass es sich um einen Besuch der Solidarität mit dem Volk Zyperns gehandelt habe, und er hoffe, „endlich eine Lösung für das Zypernproblem zu finden“. Er fügte hinzu, dass das einerseits von der Bevölkerung der Insel abhänge, aber auch von den Garantiemächten – Griechenland, die Türkei und das Vereinigte Königreich (Großbritannien).
Erhürman sicherte den Vereinten Nationen die Unterstützung der türkisch-zyprischen Seite zu. „Die türkisch-zyprische Bevölkerung wünscht sich eine gerechte und dauerhafte Lösung“, erklärte er. Ziel sei ein neuer, realistischer Verhandlungsprozess, der sich von den gescheiterten Gesprächsrunden 2004 und 2017 unterscheide und auf einem klaren Zeitplan sowie überprüfbaren Zwischenschritten basiere. Nach Informationen türkisch-zyprischer Medien verfolgt Guterres dabei einen weiterentwickelten Vermittlungsansatz („Guterres Plus“). Dieser soll auf dem Sechs-Punkte-Rahmen aufbauen, den der UN-Generalsekretär 2017 bei Gesprächen in Crans-Montana vorgestellt hatte. Vorgesehen sind zunächst die Bestätigung bereits erzielter Annäherungen und eine Einigung über die zentralen Streitpunkte, bevor formelle Verhandlungen innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens beginnen sollen. Ein konkreter Durchbruch wurde bei dem Besuch nicht erzielt. Als wichtigstes Ergebnis gilt jedoch die Bereitschaft beider Seiten, den von den Vereinten Nationen moderierten Prozess fortzusetzen und die Voraussetzungen für eine neue Verhandlungsrunde zu schaffen.
(Griechenland Zeitung / Elisa Warwas)

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