Freitag, 15. Juli 2016 14:54

Der Heilige Ilias und das Wetter

Der Prophet Elias (Ilias) wurde um 912 v. Chr. in Thisbe, im heutigen Israel, geboren und gilt als der Heilige der Berge. Deshalb sind Kirchen und Kapellen auf Anhöhen in ganz Griechenland diesem Propheten geweiht. Im Volksmund heißt es, dass er ein Matrose war. Da er als Seefahrer oft dem Tode nahe war, beschloss er eines Tages, sein Leben dort zu verbringen, wo keiner das Meer kannte. Er nahm ein Ruder, stieg in die Berge. Dort, wo keiner wusste, was ein Ruder ist, ließ er sich nieder. Ilias ist auch der Heilige der Sonne und Hüter über das Wetter. Der Volksglaube identifiziert ihn vermutlich wegen des ähnlich klingenden Namens (Ilios, Helios) und des Feuerwagens, auf dem er zum Himmel gefahren sein soll, mit der Sonne. Am 20. Juli, dem Namenstag des Ilias, sagen die Hirten auch das Wetter für das ganze Jahr voraus. Ist der Himmel an diesem Tag wolkenlos, steht ein milder Winter bevor, ist er bedeckt, kommt ein harter Winter. Viele Kirchen veranstalten Panigyria (Volksfeste) zur Feier des Propheten. In Athen etwa in Agia Paraskevi.

Unser Foto (© Griechenland Zeitung / Melissa Weyrich) wurde in Nafplio aufgenommen. Der strahlende Himmel prophezeit einen milden Winter.

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Aus der griechisch-orthodoxen Allerheiligenkirche in München - Sie sind die akustischen Visitenkarten tausender Dome, Münster, Kirchen und Kapellen Bayerns - unsere Glocken.

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Zwei griechische Monumente befinden sich unter den insgesamt 28 Trägern des europäischen Kulturpreises „Europa Nostra“ für 2016 aus 16 Ländern. Beide wurden in der Kategorie „Konservierung“ ausgezeichnet. Es handelt sich um die byzantinische Kirche Agios Petros im Dorf Kastania in der messenischen Mani, Südpeloponnes, und um die traditionelle Wassermühle in Agios Germanos an den Prespa-Seen im nordwestgriechischen Grenzgebiet. Die schmucke kleine Kreuzkuppelkirche Agios Petros wurde im 12. Jahrhundert gebaut, einer Blütezeit der byzantinischen Architektur in Griechenland.

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Die Hilfsorganisation des Erzbistums Athen „Apostoli“ wird die komplette Ausstattung des Hotspots auf der Insel Samos mit Betten, Decken und Kleidung für die Flüchtlinge sowie deren Versorgung mit Nahrung übernehmen. Samos ist eine von fünf Inseln in der Ostägäis, wo ein solches Erstregistrierungs- und Identifizierungszentrum für die Flüchtlinge und Migranten entsteht, die aus der Türkei nach Griechenland kommen.

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Ein Zeichen der friedlichen Koexistenz und des Dialoges wurde am Montag und Dienstag in Athen gesetzt. Rahmen dafür war eine internationale Konferenz zum Thema „Religiöser und kultureller Pluralismus und friedliche Koexistenz im Nahen Osten“.

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