Für tausende Reisende war es eine große Strapaze: Am Sonntag (4.1.) war der Flugverkehr in Griechenland durch eine komplette Kommunikationsstörung für mehrere Stunden nahezu komplett lahmgelegt.
Flugzeuge, die sich zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits in der Luft befanden, mussten auf andere Flugplätze in den Nachbarländern umgeleitet werden. Betroffen waren alle Flughäfen des Landes, darunter auch die beiden größten Airports in Athen und Thessaloniki. Die Störungen begannen kurz nach 9 Uhr und konnten erst nach 18 Uhr vollständig behoben werden.
Der Vorfall wurde von Experten als „beispiellos“ eingestuft – sowohl hinsichtlich seines Ausmaßes als auch seiner geografischen Reichweite und zeitlichen Dauer. Offiziellen Angaben zufolge handle es sich um ein „technisches Problem“. Ein eventueller Sabotageakt wurde ausgeschlossen.
Fluglotsen hatten bereits in der Vergangenheit wiederholt und nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass die griechischen Flugleitsysteme technisch veraltet seien. Der Minister für Infrastruktur und Transport Christos Dimas stellte klar, dass die Sicherheit der Flüge zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Er fügte hinzu, dass das Ministerium einen Aktionsplan umsetze, der auf die Aufwertung und Modernisierung der Flugsicherungssysteme abziele. Dies geschehe in Abstimmung mit den beteiligten europäischen Institutionen (DG MOVE, EASA und EUROCONTROL). Der Plan, dessen Abschluss für das Jahr 2028 vorgesehen ist, umfasst 364 Maßnahmen, die in sieben zentrale Säulen gegliedert sind. (Griechenland Zeitung / eh)