Login RSS

Griechenland: Ein Paradies für Naturliebhaber

  • geschrieben von 
Unser Archivfoto (© Griechenland Zeitung / Jan Hübel) entstand im Januar bei Pryolithos in der Nähe von Kalavryta, Peloponnes. Unser Archivfoto (© Griechenland Zeitung / Jan Hübel) entstand im Januar bei Pryolithos in der Nähe von Kalavryta, Peloponnes.

Griechenland, das mediterrane Land der tausend Inseln und mythischen Berge, begeistert mit einer beeindruckenden Vielfalt an Naturlandschaften. Viele Reisende denken dabei zuerst an weltberühmte Strände, doch die Natur reicht weit darüber hinaus. Von den Höhen des Olymps bis zu Kretas Schluchten und verborgenen Tälern erwarten Sie abwechslungsreiche Entdeckungen.

Sogar die mediterrane Flora und Fauna ist außergewöhnlich. Über Jahrhunderte entstand eine Kulturlandschaft, in der sich traditionelle Bewirtschaftung und ursprüngliche Vegetation ergänzen. Besonders in Griechenlands Schutzgebieten erleben Sie eine große Artenvielfalt, etwa mit seltenen Orchideen und uralten Olivenbäumen.
Das milde Klima macht Outdoor-Aktivitäten fast das ganze Jahr über möglich. Gleichzeitig sorgt die abwechslungsreiche Topografie, von Küstenregionen bis auf über 2.900 Meter Höhe, für zahlreiche Möglichkeiten in der Natur. Genau diese Kombination aus Inselwelt, Kulturlandschaft und Bergen macht Hellas zu einem Paradies für alle, die Griechenland auch jenseits der bekannten Küsten entdecken möchten.

Griechenlands vielfältige Naturlandschaften entdecken

Die geologische Vielfalt des Landes überrascht selbst erfahrene Naturfreunde mit ihrer Bandbreite. Im Norden dominieren die waldreichen Gebirge des Pindos, während im Süden karge Kalksteinformationen faszinierende Kontraste schaffen. Besonders bemerkenswert ist die artenreiche Pflanzenwelt Griechenlands, die über 6.000 verschiedene Spezies umfasst, darunter etwa 1.100 endemische Arten.
Entlang vieler Küstenregionen dominiert Maquis-Vegetation mit aromatischen Kräutern wie Thymian, Salbei und Rosmarin. In den Bergregionen gedeihen hingegen Schwarzkiefern und Tannen, die wichtige Rückzugsräume für bedrohte Tierarten bilden. Diese natürlichen Lebensräume beherbergen eine erstaunliche Fauna, von Braunbären in den nördlichen Wäldern bis zu Meeresschildkröten an den Stränden der Peloponnes. Wenn Sie für Ihren Urlaub Griechenland buchen, entdecken Sie somit weitaus mehr als nur Sonne und Meer.

Die schönsten Nationalparks und Naturschutzgebiete

Als erster geschützter Naturraum Griechenlands fasziniert der Olymp-Nationalpark durch alpine Landschaften und seine mythologische Bedeutung. In den unterschiedlichen Höhenlagen wachsen seltene Pflanzenarten, während Gämsen und Steinadler die felsigen Gipfel bevölkern.
Auch der Vikos-Aoos-Nationalpark in Epirus beeindruckt mit einer der weltweit tiefsten Schluchten und steilen Felswänden, die ideale Bedingungen für Wanderungen bieten. An der Grenze zu Albanien und Nordmazedonien liegt der Prespa-Nationalpark, eines der wichtigsten Feuchtgebiete des Balkans. Dort nisten über 260 Vogelarten, darunter die seltenen Krauskopfpelikane. Alonissos' Meeresnationalpark schützt hingegen viele der letzten Mittelmeer-Mönchsrobben.
Auf Kreta wiederum führt die Samaria-Schlucht Wanderer über 16 Kilometer durch enge Felswände bis zum Libyschen Meer. Diese geschützten Gebiete bewahren empfindliche Lebensräume und schaffen mit verantwortungsvollen Besucherprogrammen die Grundlage für nachhaltigen Naturtourismus.

Korfu: Grüne Perle im Ionischen Meer

Die üppige Vegetation Korfus unterscheidet sich deutlich von anderen griechischen Inseln und verleiht ihr den Beinamen „Smaragdinsel“. Millionen von Olivenbäumen, teilweise über 500 Jahre alt, prägen die Kulturlandschaft und schaffen ein einzigartiges Mikroklima.
An der Nordküste beeindrucken dramatische Klippen und versteckte Buchten. Im Landesinneren wechseln sich dichte Zypressenwälder mit blühenden Wildblumenwiesen ab. Als wichtiges Feuchtgebiet gilt der Korission-See im Süden, der Zugvögeln und seltenen Amphibienarten Lebensraum bietet.
Wanderwege durchziehen die bergige Pantokrator-Region und bieten atemberaubende Panoramablicke über das Ionische Meer. Ein Korfu Urlaub eröffnet Naturliebhabern vielfältige Möglichkeiten, von Vogelbeobachtungen bis zu botanischen Exkursionen. Zur einheimischen Flora gehören zudem über 36 Orchideenarten, die im Frühjahr vielerorts für farbenreiche Blüten sorgen.

Aktivitäten für Naturliebhaber in Griechenland

Outdoor-Aktivitäten sind in Griechenland nahezu ganzjährig möglich und reichen von Bergen bis zur Küste. Bergsteiger finden auf dem Olymp, Parnass und Taygetos anspruchsvolle Routen mit guter Infrastruktur. Kajaktouren entlang zerklüfteter Küsten eröffnen Zugang zu Meereshöhlen und abgelegenen Stränden.
Weltklasse-Kletterrouten warten an den Meteora-Felsen, umgeben von einer Landschaft aus eindrucksvollen Sandsteinsäulen. Die fünf schönsten griechischen Inseln locken mit unterschiedlichen Naturerlebnissen, von Vulkanwanderungen auf Santorin bis zu Tauchgängen vor Zakynthos. Vogelbeobachter schätzen besonders die Feuchtgebiete des Evros-Deltas und der Messolongi-Lagune. Radfahrer erkunden auf dem EuroVelo 8 die Küstenregionen oder wagen sich auf Mountainbike-Trails durch die Berge Kretas.

Beste Reisezeit für Naturerlebnisse in Hellas

Welche Reisezeit ideal ist, hängt von den geplanten Aktivitäten und den persönlichen Vorlieben ab. Im Frühling von März bis Mai verwandelt sich die Landschaft in ein Blütenmeer und bietet angenehme Temperaturen für Wanderungen. Eine aktuelle Umfrage bestätigt, dass die schönsten Inseln in Griechenland gerade in dieser Jahreszeit ihre volle Pracht entfalten.
Im Herbst zwischen September und November eignen sich Bergtouren und Vogelbeobachtungen während der Zugzeit besonders gut. Auch der Winter hat seinen Reiz, wenn Schnee die Gipfel bedeckt und Skifahren am Parnass möglich ist. Trotz der Hitze bieten sich im Sommer frühmorgendliche Wanderungen und maritime Aktivitäten an. Jede Jahreszeit zeigt andere Facetten der griechischen Natur und ermöglicht besondere Erlebnisse außerhalb der Hauptreisezeit. (bk)

Nach oben

 Warenkorb