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Sicher verbunden im Urlaub: Datenschutz-Tipps für Reisen nach Griechenland

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Foto (© Eurokinissi) Foto (© Eurokinissi)

Das Smartphone gehört im Griechenland-Urlaub längst zur Grundausstattung. Es navigiert durch die Gassen von Athen und speichert die Fährtickets für die Kykladen. Es übersetzt die Speisekarte und erledigt nebenbei das Online-Banking. Deshalb reisen sensible Daten immer mit, vom Passwort bis zur Kreditkarte. Ein paar einfache Schritte sorgen dafür, dass unterwegs nichts davon in falsche Hände gerät.

Offene WLAN-Netze in Hotel, Taverne und am Flughafen

Kostenloses WLAN gibt es in Griechenland fast überall. Hotels werben damit, und in vielen Tavernen steht das Passwort auf der Speisekarte. Auch Flughäfen und Fährhäfen bieten eigene Hotspots an. Diese Netze sind bequem, aber selten gut abgesichert. Wer sich einwählt, teilt das Netz mit vielen Unbekannten. Angreifer im selben WLAN können unverschlüsselten Datenverkehr mitlesen oder verändern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt außerdem vor gefälschten Hotspots. Kriminelle richten eigene Netze mit harmlosen Namen wie „Free_Airport_WiFi“ ein. Dann warten sie darauf, dass sich Geräte von allein verbinden.

Ein VPN verschlüsselt die Verbindung

Der wirksamste Schutz in fremden Netzen ist ein VPN (Virtual Private Network, ein virtuelles privates Netzwerk). Das BSI und auch die Experten von Cybernews (für mehr Infos hier klicken) raten dazu, vertrauliche Daten in öffentlichen WLAN-Netzen möglichst nur über eine solche geschützte Verbindung abzurufen. Ein VPN baut eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Gerät und einem Server des VPN-Anbieters auf. Der gesamte Datenverkehr läuft durch diesen Tunnel. Wer im Hotel-WLAN mitliest, sieht nur unlesbaren Zeichensalat. Beim VPN läuft alles über die Server des Anbieters. Die Auswahl verdient deshalb Aufmerksamkeit.
Dank der EU-Roaming-Verordnung surfen und telefonieren Reisende in Griechenland zum Preis ihres Heimattarifs. Diese Regelung gilt bis mindestens Ende Juni 2032. Das eigene Datenvolumen ist oft die sicherste Verbindung. Mobilfunk lässt sich erheblich schwerer abhören als ein offenes WLAN. Online-Banking läuft deshalb besser über das Mobilfunknetz oder den persönlichen Hotspot als über das Netz der Strandbar.
Auf Fähren gilt eine wichtige Ausnahme. Beim Inselhopping in der Ägäis laufen die Bordnetze über Satellit. Diese Netze fallen nicht unter die EU-Preisregeln und können teuer werden. Auf der Überfahrt bleibt das Datenroaming daher besser aus. In Küstennähe übernimmt wieder das normale Mobilfunknetz.

Geräte schützen, bevor es losgeht

Ein verlorenes oder gestohlenes Smartphone ist im Urlaub doppelt ärgerlich. Mit dem Gerät verschwinden auch die Zugänge zu Mail, Banking und Fotos. Vor der Abreise lohnen sich deshalb drei Handgriffe. Alle Updates für Betriebssystem und Apps installieren, ein vollständiges Backup anlegen und die Bildschirmsperre samt Ortungsfunktion („Wo ist?“ oder „Mein Gerät finden“) aktivieren. Für den Notfall gehört der Sperr-Notruf 116 116 ins Reisegepäck. Damit lassen sich Karten nach einem Diebstahl sofort sperren.

Urlaubsfotos besser erst nach der Rückkehr posten

Das Foto vom Sonnenuntergang über Santorin ist schnell geteilt. Öffentliche Beiträge mit Standort verraten allerdings auch, dass die Wohnung zu Hause gerade leer steht. Das BSI rät deshalb davon ab, Reisepläne und aktuelle Standorte öffentlich zu teilen. Ein guter Rat wäre es, die schönsten Bilder erst nach der Rückkehr zu posten oder die Sichtbarkeit auf enge Freunde zu begrenzen. Dann genießen Urlauber ihre freie Zeit ohne ungebetene Mitleser. (ba)

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