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Trotz steigender Geburtenzahlen: Mönchsrobben noch immer in Gefahr

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Foto (© Eurokinissi) Foto (© Eurokinissi)

Küsten, die in Griechenland wie ein Magnet für Touristinnen und Touristen fungieren, sind ursprünglich eines der wichtigsten Rückzugsorte für Mittelmeer-Mönchsrobben gewesen. Ein wichtiger Teil der globalen Population lebt in den Gewässern vor Griechenland. Wichtige Schutzgebiete befinden sich unter anderem rund um die Kykladeninseln, wo laut WWF Hellas über zehn Prozent aller Mönchsrobben ihr Zuhause finden.

Ein für die Öffentlichkeit nur eingeschränkt zugänglicher Bereich, der Nationale Meerespark Alonissos, bietet den Tieren Schutz, durch Ruhezonen und unzugängliche Plätze zur Aufzucht der Jungtiere.
Schon scheinbar harmlose Störungen können dramatische Folgen haben. Werden Muttertiere oder Jungrobben in ihren Höhlen aufgeschreckt, die sie vor allem als Rückzugsort nutzen, kann das das Überleben der Neugeborenen gefährden. Wissenschaftler beobachten zudem, dass sich die Tiere immer weiter in schwer zugängliche Gebiete zurückziehen und dass Begegnungen mit ihnen deutlich seltener geworden sind. Trotz erfreulicher Meldungen über steigende Geburtenzahlen warnen Naturschützer davor, sich jetzt auf diesen Fortschritt auszuruhen. Küstenbebauung, Fischernetze und der stetig wachsende Tourismus setzen der ohnehin kleinen Population weiterhin zu.
Griechenland reagiert mit neuen Schutzgebieten, strengeren Regeln für den Bootsverkehr und Informationskampagnen für Urlauber. Moderne digitale Anwendungen sollen Besucher dabei unterstützen, sensible Lebensräume zu erkennen und zu respektieren. Doch Experten sind sich einig: Der langfristige Schutz der Mittelmeer-Mönchsrobbe gelingt nur, wenn Naturschutz und Tourismus miteinander in Einklang gebracht werden.
Welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden, warum die Geburtenzeit ausgerechnet in die Hauptreisezeit fällt und wie sich Urlauber bei einer Begegnung mit den scheuen Meeressäugern richtig verhalten, darüber berichtet unser Autor Nico Kaufmann in der neusten Ausgabe des Griechenland Journals Nr. 13.

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