Schuld und Schulden: Deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland

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Schuld und Schulden: Deutsche Kriegsverbrechen in Griechenland

Manolis Glezos ist Kommunist. Und Volksheld. Vor 75 Jahren hat er die Hakenkreuzfahne von der Akropolis herunter gerissen, wenige Tage, nachdem die Wehrmacht in Athen einmarschiert war.

"Dafür haben sie uns in Abwesenheit zum Tode verurteilt", erinnert sich der 93-jährige. Für die Griechen wurde er damals zum Volkshelden. Seine Forderungen blieben trotzdem Jahrzehntelang unbeachtet: Wiedergutmachung. Weder in Deutschland noch in Griechenland interessierte sich jemand für die Reparationsfrage. Doch das hat sich geändert. In der aktuellen Schuldenmisere fragt sich Glezos: Wer schuldet hier eigentlich wem etwas? Wer hat Recht? Diejenigen, die sagen, irgendwann muss Schluss sein, Deutschland hat genug gezahlt? Oder die, die behaupten, alte Rechnungen seien offen? Der Autor macht sich auf die Suche: Gibt es heute noch Schatten der Besatzungspolitik? Wer waren die Täter, wer die Opfer?

Dienstag, 5. Juli, 10.15 Uhr , 3sat

Unser Foto zeigt Manolis Glezos.

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