Roadmovie zu Griechenland: Magere Jahre, fette Jahre

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Dimitris Tsiganos blieb längere Zeit von der allgemeinen Krise in Griechenland verschont. Doch dann gefährdete ein plötzlicher Wetterumschwung auch seine wirtschaftliche Existenz.

Seit vielen Jahren kämpft Griechenland mit der schlimmsten Wirtschafts-, Politik- und Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Das hat Dimitris Tsiganos aus Messinia zunächst nur wenig zu spüren bekommen. Dimitris ist ein sehr moderner Landwirt. Die Farm ist eine der größten im Südwesten Griechenlands und trägt den Namen „Magere Jahre, fette Jahre“. Dass sein Betrieb trotz der Krise floriert, verdankt Dimitris dem Verkauf und Export von Melonen und Eisbergsalaten. Doch als seine Mutter stirbt und ein plötzlicher Wetterumschwung im selben Jahr seine ganze Ernte vernichtet, steht er – ganz wie sein Heimatland – von einem Tag auf den anderen mit leeren Händen da. Kurzerhand steigt Dimitris in seinen Lieferwagen und fährt durch die Region, um seine Freunde zu besuchen und herauszufinden, was die Menschen leiden lässt, aber auch, was sie ermutigt und ihnen Freude schenkt. Dieser sanft-melancholische Roadmovie durch den griechischen „Wilden Westen“ gibt authentische Einblicke in das Leben der Griechen und zeigt treffend und einfühlsam, wie sie mit der derzeit so schwierigen Situation im Land umgehen.

Samstag, 2. Februar – 7 Uhr – arte

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