„Mythische“ Bier-Fusion in Griechenland Tagesthema

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„Mythische“ Bier-Fusion in Griechenland

Die beiden wohl bekanntesten Biermarken Griechenlands, FIX und „Mythos“, gaben in dieser Woche ihre Fusionierung bekannt. Gleichzeitig begeben sie sich unter den „Schutzschirm“ der dänischen Carlsberg, einem der größten Braukonzerne weltweit. Die neue Formation wird den Namen „Olympiaki Zythopoiia“ tragen. Zum Mehrheitsaktionär avanciert Carlsberg (51 %); den Rest halten drei bisherige Aktionäre der FIX-Brauerei mit Anteilen von 25 % bzw. zweimal 12 %.

Das griechisch-dänische Unternehmen ist nun hinter der Brauerei Athinaiki Zythopoiia (Marktanteil etwa 55 %) die Nr. 2 und erreicht einen Marktanteil von 29 %. Die jährliche Produktion beläuft sich derzeit auf 2,2 Millionen Hektoliter. Der CEO der Carlsberg Group sagte im Hinblick auf die Fusionierung: Obwohl der Bierkonsum in Griechenland in den vergangenen Jahren wegen der Krise deutlich gesunken sei, biete „der griechische Markt interessante Möglichkeiten“. Ziel sei es, den Marktanteil im Inland auf 33 % zu erhöhen; einen Schwerpunkt werde man auf den Export legen: Schon jetzt gehen die Biere von Carlsberg-Mythos-FIX von Griechenland aus in 40 Länder.
FIX und Mythos gehören wohl zu den „historischsten“ Brauereien des Landes. Die Zythopoiia FIX wurde im Jahr 1864 in Athen vom Bayern Johann Karl Fix gegründet. Das Unternehmen war u. a. Lieferant des damaligen Königshofes von Otto von Bayern. Über mehr als 100 Jahre hatte FIX praktisch das Monopol am griechischen Markt inne, bis es 1983 bankrottging. Mehrere Versuche, die Marke wiederzubeleben, scheiterten. Erst seit dem Jahr 2010 wird auf der Insel Euböa wieder erfolgreich FIX-Bier gebraut. Und auch „Mythos“ hat deutsche Wurzeln. Sie gehen zurück auf die 1970er Jahre, als die Frankfurter Brauerei Henninger das Unternehmen Henninger Hellas S.A. gegründet hat. Als die Boutari-Gruppe als Eigentümer fungierte (ab 1992), kam die Marke Mythos 1997 auf den Markt.  Seit etwa fünf Jahren ist Mythos Teil der Carlsberg Group. (Griechenland Zeitung/eh; Foto: GZ)

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